Oberfranken

Minderleinsmühle in Neunkirchen Entwarnung nach Fund von Nagerkot

Das Bundesamt für Verbraucherschutz warnt vor einem verunreinigten Leinsaat-Produkt der Marke "Minderleinsmühle" aus Neunkirchen a. Brand (Lkr. Forchheim). Experten haben Nagerkot entdeckt, teilten die Behörden mit.

Stand: 14.03.2013
Leinsamen in Wasser | Bild: picture-alliance/dpa

"Wir haben nichts an Schadnagern gefunden", sagte Hannah Reuter, Sprecherin des Landratsamtes. Das Veterinäramt geht deshalb davon aus, dass die Verunreinigungen bei einem Zulieferer in die Leinsaat kamen. Das Unternehmen aus Baden Württemberg werde derzeit von den dortigen Behörden kontrolliert, so Reuter weiter.

Lob für Minderleinsmühle

Die Behördensprecherin lobte die Mühle für ihr Krisenmanagement. Alle Kunden seien vorbildlich informiert und die betroffenen Produkte schleunigst aus dem Handel genommen worden, sagte Reuter. Die Minderleinsmühle aus Neunkirchen am Brand (Lkr. Forchheim) prüfe rechtliche Schritte gegen den Lieferanten, sagte eine Qualitätsmanagerin des Unternehmens. Eigenen Angaben zufolge hatte die Mühle die zugelieferte Ware lediglich neu portioniert. Ende Februar war Nagerkot in Leinsamen der Minderleinsmühle gefunden worden.

"Die Ware wurde von uns nur abgepackt. Eine Kontamination in unserem Haus können wir mit Sicherheit ausschließen. Dies wurde auch durch die Lebensmittelüberwachung bestätigt. Seitens der Behörden wurde die Ursachensuche bei unserem Lieferanten eingeleitet."

Stellungnahme der Firma Minderleinsmühle, Neunkirchen a. Brand von Ende Februar

Hinweis von Verbrauchern

Offenbar war das Bundesamt für Verbraucherschutz durch eine Beschwerde auf den Leinsaat aufmerksam geworden. Verbraucher berichteten über Verunreinigungen. Die Experten der amtlichen Lebensmittelüberwachung analysierten Proben und stellten fest, dass es sich um Nagerkot handelt.


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4 Kommentare

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Gerda, Montag, 25.Februar, 13:53 Uhr

4. Nagerkost in Leinsamen

Hallo gehts noch ?
Wo war denn die Eingangskontrolle der Ware in der Minderleinsmühle ?
Wegschauen muss doch ein bequemer Weg sein.
Beim begemengten Pferdefleisch spricht man von "Skandal", wobei hier Betrug das richtigere Wort wäre. Bei Nagerkot wären die drastischen Worte wohl eher angebracht, ohne jemandem verunglimpfen zu wollen.
Mahlzeit bei allen fertig gekauften Waren, und wenns denn Brot ist.

Triodas, Sonntag, 24.Februar, 21:52 Uhr

3. @Ramses

Hallo Ramses,

ich denke nicht das man bei solch einem Fall von Lebensmittelmafia sprechen kann. Fakt ist das da wo Lebensmittel sind auch Tiere sind. Das lässt sich leider nicht vetmeiden. Natürlich ist das ein Vorfall der schnellstmöglich aufgeklärt werden MUSS jedoch so zu reagieren und sofort die Behörden verbal anzugreifen ist keine konstruktive Kritik!
Kein andes Land hat so strenge Hygienebestimmungen wie Deutschland und trotzdem gibt es die Menschheit noch. Es liegt jetzt daran den fehler zu erkennen und etwas dagegen zu unternehmen. Die ganze "Schwarzmalerer" bringt niemanden was!

Landfrau, Sonntag, 24.Februar, 18:55 Uhr

2. Nagerkot in Leinsamen

Ja wo sind wir denn ? Wo war denn die Eingangskontrolle bei der Minderleinsmühle ?
Haben die so was gar nicht - der Verdacht kommt auf. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass nur noch die Selbstversorgung mit Allem (Fleisch, Gemüse, Obst etc.) das Richtige sein kann, ist aber in der heutigen hektischen Zeit nur noch schwer möglich.
Wenn schon in den Rohstoffen Nagerkot zu finden ist, braucht man sich über Müller-Brot den Mund nicht mehr zu zerreißen.Kontrolle ist angesagt, keine Aktionspläne wie unsere Ministerin Aigner immer groß tönt. Der Verbraucher muß mehr zahlen.

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