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Abgeknickte Rotorblätter Spektakuläre Reparatur direkt an der Autobahn

Zwei Monate, nachdem durch das Sturmtief "Thomas" zwei Rotorblätter eines Windrads an der A9 bei Münchberg abgeknickt wurden, beginnen nun die spektakulären Reparaturarbeiten. Doch für die Arbeiten muss es windstill sein.

Von: Annerose Zuber

Stand: 22.04.2017

Windrad bei Münchberg | Bild: News5

Derzeit werden zwei Spezialkräne aufgebaut, erklärte Christian Struck, der Geschäftsführer der "Windkraft Laubersreuth GmbH" auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks. Deshalb wurde extra eine Behelfsausfahrt an der A9 angelegt, um die schweren Kran-Teile ohne großen Umweg direkt ans Windrad zu fahren. Voraussichtlich in der kommenden Woche befördert dann ein Kran die Monteure auf rund 140 Meter Höhe. Dort werden sie die zwei defekten Rotorblätter – und auch das dritte unbeschädigte Rotorblatt – in der Luft zersägen.

Windstille nötig

Die Flügel des Windrades sind jeweils rund 45 Meter lang. Der zweite Kran soll die Teile dann nach unten bringen. Der genaue Termin für diese Arbeit hänge von den Wetterverhältnissen ab, so Windrad-Betreiber Struck.

"Windstille ist absolute Voraussetzung. Sicherheit hat oberste Priorität."

Christian Struck, Geschäftsführer Windkraft Laubersreuth GmbH

Ob und wann neue Rotorblätter an das Windrad montiert werden, ist noch offen. Denn erst soll durch eine Materialprüfung genau geklärt werden, warum die beiden Rotorblätter Ende Februar umgeknickt sind, so Struck. Weitere Windräder in unmittelbarer Nähe wurden durch den Sturm nicht beschädigt. Das Windrad wurde 2015 installiert.


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Jörg F., Samstag, 22.April, 13:29 Uhr

1. Windkraft trotz stürmischer Winde

Es heißt Windkraft und zeigt, dass sie nicht allen aktuellen Stürmen gewachsen ist. Gott sei Dank sind die Rotorblätter nur abgeknickt und nicht abgebrochen. Und Gott sei Dank wurde niemand verletzt.
Unsere Zivilisation hat einen ungebremsten Hunger nach Energie. Wir wollen immer und überall erreichbar sein und jegliche Informationen abfragen können. Mobil wollen wir auch bleiben und das am besten elektrisch, usw.
Gleichzeitig sollen nach den Atomunfällen von Tschernobyl und Fukoshima die Atomkraftwerke abgeschaltet werden, wegen des CO² Ausstoßes die Kohlekraftwerke reduziert und bitte aber die Windkraft nicht all zu sehr ausgebaut werden, denn sie verschandeln die Landschaft und liefern nur Strom, wenn Wind weht.
Gut, dass die Rotorblätter nach dem Sturmschaden erneuert werden.
Aber sie zeigen auch, dass eine professionelle Energiepolitik, jenseits des Lobbyismus der Energiekonzerne, der Stromtrassengegner, der Windkraftbefürworter nötig ist, die uns die Energieversorgung sichert