3

Parkplatz-Streit am Klinikum Bayreuth Umstrittener Parkplatz ist wohl vom Tisch

Der umstrittene Parkplatz-Neubau am Klinikum Bayreuth ist wohl vom Tisch. Stattdessen soll das Klinikum prüfen, ob ein Übergangsparkplatz mit 250 Stellflächen längerfristig genutzt werden kann.

Von: Claudia Stern

Stand: 09.11.2017

Straßenschild, das auf einen Parkschein-Automaten hinweist. | Bild: picture-alliance/dpa

Nach einer Sondersitzung am Donnerstag (09.11.17) empfiehlt der Aufsichtsrat des Klinikums dem Krankenhauszweckverband Bayreuth, die Planungen zur neuen Parkflächen nördlich der Preuschwitzer Straße "gegenwärtig nicht weiter zu verfolgen".

Übergangsparkplatz nutzen

Das Gremium hat die Geschäftsführung des Klinikums damit beauftragt, weitere Gespräche mit der Stadtverwaltung zu führen. Dabei soll geprüft werden, ob der Übergangsparkplatz mit 250 Stellplätzen, der derzeit südlich der Preuschwitzer Straße entsteht, über einen längeren Zeitraum genutzt werden kann. Bislang ist nur eine Frist von fünf Jahren genehmigt.

 Mit dieser Fläche könnte die Klinikum Bayreuth GmbH ihren aktuellen Parkraumbedarf decken. Eine dauerhafte Genehmigung würde dann auch weitere Investitionen in diese Parkfläche möglich machen.

"Unser Ziel war und ist es, eine tragfähige Lösung für das Parkplatzproblem zu finden, die zu möglichst großer Akzeptanz führt. Diesem Ziel sind wir heute einen großen Schritt näher gekommen."

Brigitte Merk-Erbe (Bayreuther Gemeinschaft), Oberbürgermeisterin von Bayreuth und Vorsitzende des Aufsichtsrates der Klinikum Bayreuth GmbH

Einführung von Parkgebühren

Außerdem hat sich der Aufsichtsrat für die Einführung von Parkgebühren ausgesprochen. Diese sollen baldmöglichst gelten – spätestens aber zum 1. April 2018. Welches Modell sich am Besten für ein Krankenhaus eignet und wie hoch die Gebühren sein werden, ist noch nicht klar. Nötig werden die Gebühren, weil die Parkplätze am Klinikum von vielen Dauerparkern und Pendlern genutzt werden.

Protest der Anwohner

Erst am Mittwoch (08.11.17) hatten Anwohner bei einer Bürgerversammlung erneut ihren Protest gegen einen neuen Parkplatz auf der "grünen Wiese" gegenüber dem Klinik-Haupteingang zum Ausdruck gebracht. Sie fürchteten um ihr Naherholungsgebiet und sprachen sich gegen eine weitere Flächenversiegelung im Stadtgebiet aus.

Zu seiner nächsten Sitzung tritt der Krankenhauszweckverband im Dezember zusammen.


3

Kommentare

Inhalt kommentieren

Bitte geben Sie höchstens 1000 Zeichen ein.

Spamschutz * Bitte geben Sie das Ergebnis der folgenden Aufgabe als Zahl ein:

Angehörige, Freitag, 10.November, 07:00 Uhr

1. Ein Lösungsweg für Betroffene wäre schön

Bei allem Verständnis für die Notwendigkeit von Parkraumbewirtschaftung oder für den Ärger wegen der Belegung durch (klinikfremde) Dauerparker - für die Klinikbesucher müsste eine kostengünstige Lösung gefunden werden. Die Parkgebühren an Kliniken sind oft reiner Wucher.
Es ist meist nicht damit getan, einem Patienten kurz die saubere Wäsche und ein paar Blümchen reinzubringen, ein paar Worte zu reden und nach einer halben Stunde wieder zu verschwinden.
Als meine Mutter in der Klinik war, sind wir täglich mehrfach angereist, um ihr beim Essen, Waschen, etc. zu helfen, da beim Personal keine Zeit war.
In den letzten Tagen meines Vaters, als immer jemand bei ihm sein wollte, haben wir einige hundert Euro an Parkgebühren bezahlt.
Eine Nachbarin, die seit Monaten jeden Tag mehrere Stunden bei ihrem Frühchen verbringt ist am Rande der Verzweiflung, weil sie sich in der momentan ohnehin schon belasteten Situation die Tiefgarage nicht mehr leisten können.

  • Antwort von Wolfgang, Freitag, 10.November, 12:41 Uhr

    Widerspruch, parken kostet technisch gesehen Geld, egal ob Tiefgarage oder großer Parkplatz.

    Wer soll das bezahlen, nur die Allgemeinheit, oder sollte ein knappes Gut rationiert, also zugeteilt werden?

    Wer braucht "dringend" Parkplätze:

    1. Personal von auswärts mit Arbeitszeiten ausserhalb paktikabeler ÖPNV-Zeiten, besonders Nachtdienstler, für diese vorrangig Tiefgarage, nach langem anstrengendem Nachtdienst sollte man das Eis- oder Schneeabkratzen diesen Personen ersparen.

    2. Einige wenige Besucher von Patienten mit Betreuungshilfe für Patienen, Demenz, Kleinkinder oder Frühchen z.B., speziell und nur Auswärtige ohne ÖPNV.

    Alle anderen sollten ruhig zahlen müssen, z.B. Anstandsbesuher, Bürger aus Stadt Bayreuth können ja auch mit dem Fahrrad kommen. Aus der Umgebung mit dem ÖPNV.