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Neue Klage im Fall Peggy Ulvi Kulac will Millionen vom Freistaat

Im Mordfall Peggy kommt es zu einer weiteren juristischen Auseinandersetzung. Ulvi Kulac fordert vom Freistaat Bayern mehr als zwei Millionen Euro Entschädigung. Er will vollständig rehabilitiert werden.

Von: Rainer Aul

Stand: 13.12.2016

Die Anwältin und die Betreuerin des geistig zurückgebliebenen Kulac kündigten in Kassel eine sogenannte Amtshaftungsklage gegen den Freistaat Bayern an. Seine Haftstrafe hatte der heute 39-jährige Kulac zwar nie antreten müssen, wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern saß er jedoch rund 14 Jahre lang in der geschlossenen Psychiatrie.

Ziel ist Rehabilitierung

Als Wiedergutmachung soll der Freistaat mehr als zwei Millionen Euro an Kulac zahlen, so die Forderung. Außerdem strebt der 39-Jährige eine erneute Wiederaufnahme des Strafverfahrens an. Ziel sei es, auch beim Vorwurf des sexuellen Missbrauchs von Kindern einen Freispruch für Ulvi Kulac zu erwirken und damit dessen endgültige Rehabilitierung, sagte seine Betreuerin. 2014 wurde die Verurteilung wegen Mordes aufgehoben.

Knochenfund in Thüringen

Heute lebt Kulac in einem Wohnheim für Behinderte. Dem Lichtenberger war vorgeworfen worden, 2001 die damals neunjährige Peggy missbraucht und umgebracht zu haben. Die sterblichen Überreste des Mädchens wurden erst im vergangenen Juli in einem Waldstück in Thüringen entdeckt.


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