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Übung in Bayreuth Hubschrauber messen Radioaktivität

Von Dienstag bis Donnerstag werden über Bayreuth zwei Hubschrauber mit einer besonderen Mission kreisen. Die Bundespolizei misst im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) zu Übungszwecken die Radioaktivität am Boden.

Von: Anja Bischof

Stand: 20.09.2016

Für die Übung werden hoch empfindliche Messgeräte des BfS in den Hubschraubern installiert. Sie überfliegen damit sechs Messgebiete nördlich und östlich von Bayreuth. Jedes Gebiet umfasst eine Fläche etwa zehn Quadratkilometern.

Grundlage für Katastrophenschutz

Von den Hubschraubern aus lässt sich in solch einem Fall schnell und großflächig ermitteln, welche radioaktiven Stoffe am Boden abgelagert sind, welche Gebiete betroffen sind und welche Strahlenbelastung für die Bevölkerung besteht. Dieses Wissen bildet eine wichtige Grundlage für die Katastrophenschutzbehörden.

Region als Herausforderung

Die beiden Hubschrauber fliegen in einer Höhe von mindestens 90 Metern. In diesem Jahr fiel die Wahl des Übungsgebietes auf Bayreuth, weil es durch sein hügeliges Umfeld eine besondere Herausforderung für die Piloten bietet. Zudem gibt es natürliche Uran- und Thorium-Vorkommen, die die Messteams von der Luft aus nachweisen können. Auch Reste des Cäsiums vom Reaktorunfall in Tschernobyl lassen sich noch messen.

Auf den Ernstfall vorbereitet

Gemeinsame Messübungen des Bundesamtes und der Bundespolizei finden regelmäßig statt, damit die Messteams jederzeit einsatzbereit sind. Wichtig werden sie zum Beispiel bei Unfällen in Kernkraftwerken.


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Kommentare

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Norbert, Mittwoch, 21.September, 13:36 Uhr

1.

Bei uns in Nürnberg ist auch die Feuerwehr mit ABC Einsatzwagen durch die Stadt gefahren, was hat der Staat nun wieder vor?