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Energiewende Netzbetreiber Tennet übernimmt weitere Trasse

Der Netzbetreiber Tennet aus Bayreuth übernimmt die Zuständigkeit für die Planung des bayerischen Teils der umstrittenen Gleichstrompassage Südost. Die Hochspannungsleitung soll durch Oberfranken bis nach Landshut führen.

Von: Lorenz Storch

Stand: 27.01.2016

Bisher hatte der Netzbetreiber Amprion die Verantwortung für das Projekt. Durch die Verlegung des bayerischen Endpunkts der sogenannten Stromautobahn von Gundremmingen nach Landshut ist dessen Netzgebiet nun nicht mehr berührt.

"Nun werden die bayerischen Projekte aus einer Hand geplant."

Sprecherin von Tennet

Durch die Übernahme soll es nun einfacher werden, die Planung der Südostpassage mit dem Neubau der Gleichstromleitung Ostbayernring zu koordinieren, so eine Tennet-Sprecherin. Dieser führt von Oberfranken nach Schwandorf.

Keine Methode für Erdkabel

Möglicherweise sollen die beiden Leitungen nun auf einer Trasse geführt werden. Ob das so kommt, ist laut Tennet jedoch weiter unklar. "Es gibt bisher noch keine Methode für die Planung von Erdkabeln", so die Tennet-Sprecherin. Erst wenn Bundesnetzagentur und Gesetzgeber neue Planungsgrundsätze festgelegt hätten, könne Tennet mit der Arbeit neu beginnen. Die weit fortgeschrittene Planung für den Ersatzneubau des Ostbayernrings wird indes ungeachtet der Unklarheiten trotzdem bis auf Weiteres fortgesetzt.

Schon eine Milliarde Kosten

Tennet und die anderen deutschen Netzbetreiber betonen in einer Mitteilung, wie wichtig es sei, alle Leitungsprojekte ohne Verzug umzusetzen. Um die Stabilität der Stromversorgung zu gewährleisten, müssen die Übertragungsnetzbetreiber in Deutschland immer häufiger in Markt und Netz eingreifen, heißt es zur Begründung. Die Kosten für diese netzstabilisierenden Maßnahmen lagen deutschlandweit im vergangenen Jahr nach Angaben der Netzbetreiber bereits bei einer Milliarde Euro.


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Gernot Kloss, Samstag, 30.Januar, 12:15 Uhr

3. Netzbetreiber Tennet übernimmt weitere Trasse.

Mit diesen Leitungen kann der Süden seinen Strombedarf nicht befriedigen. Die Hauptstromerzeugung muss vor Ort erfolgen. Erschwerend kommt hinzu, dass der zukünftige Strombedarf durch den Bau von E-Automobilen und Infrarotheizungen in Null-Energiehäusern sich stark erhöhen wird. Was der Süden eher braucht sind PUMPSPEICHER MIT SCHWIMMENDEM SPEICHERTEIL oder LAGEENERGIESPEICHER, die überall eingesetzt werden können, die kostengünstig sind und einen Großteil teurer Überlandleitungen überflüssig machen.

Michaela G., Donnerstag, 28.Januar, 16:58 Uhr

2. TenneT und das Monopol

Lex Hartmann, Geschäftführer von TenneT, sagte in einer Diskussionsrunde, die 2014 im Fernsehen zum Thema HGÜ-Leitungen zu sehen war:
"Wir haben keine Feinde!" Will heißen: Wir können machen, was wir wollen!
Dies ist das Ergebnis einer über etwa 100 Jahre zementierten Macht der Stromkonzerne (Interessierten empfehle ich zu recherchieren). Eine wahre, dezentrale, Energiewende gefährdet diese Macht - HGÜ-Leitungen verfestigen sie über weitere Jahrzehnte, dienen dem internationalen Stromhandel und werden überwiegend Kohle- und Atomstrom transportieren.
Wer sich wehren möchte gegen diese monopolistischen und ausbeutenden Strukturen kann sich einer der vielen Bürgerinitiativen anschließen. Es gibt Möglichkeiten, etwas zu tun!

Franziska H., Mittwoch, 27.Januar, 21:35 Uhr

1. Da kann man TenneT ja nur zu diesem Auftrag bedauern


Ein totes Pferd zu reiten ist wirklich keine gute Idee. TenneT wird sich mit diesem HGÜ-Bau keinen Gefallen tun.
Für die Widerständler wird vieles einfacher. Jetzt können wir uns auf einen Gegner konzentrieren.

Wissenwertes zu TenneT:
- Geschäftsführer Urban Keussen ist ehemaliger E.on Manager. Bis vor ein paar Jahren war TenneT eine 100% Tochter von E.on.
Jetzt verklagt uns E.on auf den Atomausstieg bzw. torpediert die Energiwende mit HGÜ-Trassen, feine Kohle- und Atomstrom (aus dem Ausland) - Leitungen
- Lex Hartman, symphatischer holländischer Stammtischbruder, spricht schon mal davon, dass BMW bald für "Bremer Motorenwerke" stehen wird, wenn die HGÜ-Leitungen nicht kommen
- TenneT 9,05% Rendite auf den Bau der HGÜ-Trassen erhält, sicher, garantiert und finanziert von allen Stromkunden über die Netzentgelte

Ja, solchen Symphatieträgern überlasse ich aus Profitgier gerne die Zerstörung der Umwelt und setze meine Kinder gesundheitlichen Belastungen aus.

NEVER EVER!