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Sturmtief Burglind in Oberfranken Windhose wütet in Pommersfelden

Eine Windhose hat am Morgen den Pommersfeldener Ortsteil Wind im Landkreis Bamberg verwüstet. Die Schäden reichen von herabgefallenen Ziegeln über Wasserschäden bis hin zu Gebäudeschäden, die durch umgestürzte Bäume verursacht wurden.

Von: Claudia Stern

Stand: 03.01.2018

Das Sturmtief Burglind hat auch in Oberfranken gewütet. Eine Windhose hat am Morgen den Pommersfeldener Ortsteil Wind im Landkreis Bamberg verwüstet. Wie der zuständige Kreisbrandinspektor Reinhold Schumm dem Bayerischen Rundfunk sagte, hat der Sturm schwere Schäden angerichtet. Schätzungsweise 85 Prozent der rund 30 Gebäude seien beschädigt worden, an mindestens fünf Häusern seien schwere Schäden feststellbar, so Schumm. Die Schäden reichen von herabgefallenen Ziegeln über Glasbruch und Wasserschäden bis hin zu Gebäudeschäden, die durch umgestürzte Bäume verursacht wurden.

Rund 100 Rettungskräfte im Einsatz

Unter anderem brachte der Sturm eine rund einen Meter dicke Eiche zum Umknicken und eine Scheune zum Einsturz. Obwohl der Sturm inzwischen über Wind hinweg gezogen ist, dauert der Einsatz der rund 100 Rettungskräfte weiter an. Sie sind laut Schumm derzeit damit beschäftigt, alle Schäden zu beseitigen, die eine Gefahr für die Öffentlichkeit darstellen könnten. Außerdem sei es wichtig, die Wohnhäuser abzudichten und so weiteren Schaden durch die anhaltenden Regenfälle zu verhindern.

Oberfranken bleibt größtenteils verschont

Schumm rechnet damit, dass der Einsatz noch drei bis vier Stunden andauern wird. Die übrigen Teile Oberfrankens sind von Sturmtief Burglind dagegen weitgehend verschont worden – lediglich einige umgestürzte Bäume und vereinzelt überschwemmte Straßen beschäftigten hier die Einsatzkräfte.

Warnung vor Überschwemmung

Angesichts anhaltender Regenfälle warnt der Hochwassernachrichtendienst Bayern für die Nacht und den morgigen Tag in Teilen Oberfrankens vor Überschwemmungen. Hochwassermeldestufe 3 gilt derzeit im Landkreis Bayreuth für den Weißen Main und die Warme Steinach, im Landkreis Wunsiedel für die Röslau bei Arzberg, in den Landkreisen Coburg, Kronach und Lichtenfels für die Steinach sowie für den Main in den Landkreisen Bamberg und Lichtenfels. Warnstufe 3 bis 4 besteht derzeit für die Itz bei Schenkenau im Landkreis Coburg. Aktuell sind die Beeinträchtigungen durch Hochwasser in Oberfranken allerdings noch sehr gering. Laut Polizei sind lediglich einige landwirtschaftliche Flächen und vereinzelt Uferstraßen überschwemmt.

Einschränkungen beim Wintersport

Für Einschränkungen sorgt das Sturmtief den ganzen Tag über beim Wintersport. Im Fichtelgebirge bleiben die beiden Seilbahnen am Ochsenkopf aus Sicherheitsgründen außer Betrieb. Auch die Ganzjahresrodelbahn "Alpin-Coaster" an der Talstation Nord ist geschlossen. Die Schlepplifte am Hempelsberg, der Beaml-Alm und in Mehlmeisel laufen, solange der Sturm nicht zunimmt, zu den gewohnten Betriebszeiten. Auf den Skilanglauf-Loipen besteht heute besonders in höheren Lagen Gefahr durch Windbruch.


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Renate E., Donnerstag, 04.Januar, 13:30 Uhr

1.

Dazu kann man den Betroffenen nur sein Bedauern ausdrücken. Gegen die Wuteskapaden der Natur ist der Mensch leider
machtlos.