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Staatsanwaltschaft Hof Mutmaßliche Bierbetrüger angeklagt

Sie sollen Anleger und den Staat um viel Geld gebracht haben. Nun hat die Staatsanwaltschaft Hof in zwei Fällen Anklage erhoben. In einem Fall geht es um Biersteuer-Hinterziehung – Gesamtschaden: fast 32 Millionen Euro.

Stand: 28.06.2016

Ein Schild mit der Aufschrift "Landgericht Hof, Staatsanwaltschaft Hof und Amtsgericht Hof" hängt am Eingang des Zentraljustizgebäudes in Hof (Oberfranken).  | Bild: picture-alliance/dpa

Drei Männer einer Bande sind angeklagt, weil sie mitgeholfen haben sollen, Biersteuer im europäischen Ausland zu hinterziehen. Laut Staatsanwaltschaft ist dabei ein steuerrechtlicher Schaden von 31,6 Millionen entstanden.

Bier auf dem britischen Schwarzmarkt

Das Trio wollte laut Anklage die höhere britische Biersteuer umgehen. Deshalb hätten sie so getan, als seien 3.000 Lastwagen Bier von Frankreich, Belgien und Luxemburg nach Deutschland exportiert worden. Tatsächlich soll das Bier aber auf dem britischen Schwarzmarkt gelandet sein.

Anleger getäuscht

In dem anderen Fall sollen zwei Angeklagte 300 Anleger ausgetrickst und somit einen Schaden von knapp 5,4 Millionen Euro angerichtet haben. Die Beschuldigten hatten versprochen, das Geld mit Hilfe einer extra gegründeten Aktiengesellschaft zu investieren.

Dabei hätten sie ihre Anleger über die Art, Gewinnchancen und Sicherheit der Geldanlagen getäuscht, so die Anklage. Zudem seien zu Unrecht zwei Millionen Euro Provision ausgezahlt worden. Deshalb wirft die Staatsanwaltschaft den Männern auch Untreue vor.

Sendungsinfo

  • zur Sendungshomepage Regionalnachrichten Franken von 6.00 bis 18.00 Uhr, jeweils zur halben und zur vollen Stunde, Bayern 1

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