0

Sozialplan steht Greiffenberger bleibt in Marktredwitz

Bei der kriselnden Maschinenbaufirma ABM Greiffenberger in Marktredwitz haben sich Geschäftsführung und Betriebsrat auf einen Sozialplan geeinigt. Knapp 70 Arbeitsplätze konnten vorerst gesichert werden. Das ist mehr, als ein Sanierungsgutachten ursprünglich vorsah.

Von: Lorenz Storch

Stand: 16.09.2016

Archiv-Foto aus der Greiffenberger AG | Bild: picture-alliance/dpa

Dennoch werden 51 Kündigungen ausgesprochen, ursprünglich hätten es 120 sein sollen. Das hat der Betriebsratsvorsitzende Hermann Ransberger dem Bayerischen Rundfunk bestätigt.

Erfolg für Marktredwitz

Zwar schließt Ransberger nicht aus, dass noch weitere Kündigungen folgen könnten. Aber: Die "Totalverlagerung der Montage" nach Polen sei abgewendet, so Ransberger weiter.

"Das ist ein Erfolg."

Hermann Ransberger, Betriebstatsvorsitzender ABM Greiffenberger

Eigenständiges wirtschaften

Der Betriebsratsvorsitzende äußert Vertrauen in den Investor, der ABM Greiffenberger zum 1. Oktober übernehmen wird. Die Senata-Gruppe aus Freising lasse ABM Greiffenberger in Marktredwitz künftig eigenständig als GmbH wirtschaften –  anders als die Greiffenberger AG, die über Gewinnabführungsverträge Liquidität abgezogen habe. Auch die Geschäftsführung, in die der Betriebsrat Vertrauen hat, bleibe im Amt.

"Ich bin der festen Überzeugung, dass wir jetzt gut aufgestellt sind."

Hermann Ransberger, Betriebstatsvorsitzender ABM Greiffenberger

Die Geschäftsführung von ABM Greiffenberger wollte sich auf BR-Anfrage nicht äußern.

Die ABM Greiffenberger GmbH ist Hersteller von Getrieben und Elektromotoren für den Maschinen- und Anlagenbau. Sie hat laut Betriebsrat in Marktredwitz derzeit rund 520 Mitarbeiter.


0