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Skisaison im Fichtelgebirge Schneekanonen laufen auf Hochtouren

Bis zu minus zehn Grad in der Nacht, tagsüber um den Gefrierpunkt – das sind optimale Bedingungen für die Vorbereitungen zum Start in die Skisaison im Fichtelgebirge. Seit zwei Tagen laufen die Schneekanonen am Ochsenkopf, Ende der Woche soll Neuschnee dazukommen.

Von: Claudia Stern

Stand: 29.11.2016

Schneekanonen im Einsatz am Klausenlift in Mehlmeisel | Bild: BR-Studio Franken / Markus Feulner

Beschneit werden am Ochsenkopf die Nordpiste und die Anfängerlifte, sagte Andreas Munder von der Erlebnisregion Ochsenkopf dem Bayerischen Rundfunk. Für Ende der Woche ist in der Region Schneefall vorausgesagt.

"Das sind optimale Bedingungen!"

Andreas Munder, Erlebnisregion Ochsenkopf

Hoffnung für Ski-Opening

Mit jeder Flocke steigt die Hoffnung auf Skifahren im Fichtelgebirge vor Weihnachten. In den vergangenen zwei Jahren musste das Ski-Opening wegen Schneemangels abgesagt werden. In diesem Jahr ist die Eröffnung der Skisaison für den 16. Dezember geplant. 40 bis 50 Zentimeter dick muss die Schneedecke bis dahin sein. Wenn es kalt bleibt und kein Regen kommt, kein Problem, sagt Munder. Denn vier bis fünf Tage durchgängige Beschneiung reichen aus, um die nötigen Schneemengen zu produzieren.

Mehlmeisel will aufrüsten

Die Schneekanone in Mehlmeisel läuft

Der Hempelsberglift in Oberwarmensteinach will noch den ersten Naturschnee abwarten und dann bei günstiger Wettervorhersage die Schneekanonen anwerfen. Seit Anfang der Woche wird hingegen auch in Mehlmeisel beschneit. Dort laufen die sechs Schneekanonen auf Hochtouren, um zumindest die Hälfte des breiten Abfahrthangs am Klausenlift für das Ski-Opening vorzubereiten. Die Piste ist etwa 150 Meter breit und 700 Meter lang. Eine ausreichende Beschneiung des gesamten Hangs ist laut Bürgermeister Franz Tauber (Freie Wähler) derzeit nicht zu schaffen. Deshalb will er in den nächsten ein bis zwei Jahren bis zu sechs weitere mobile Schneekanonen anschaffen.

Frage der Finanzierung

Auch die Schneekanone am Ochsenkopf arbeitet

Offen ist allerdings noch die Frage nach der Finanzierung. Bürgermeister Tauber hofft, ein geeignetes Förderprogramm aufzutun. Sollte das nicht klappen, müsste die Gemeinde als Liftbetreiber die Kosten selbst tragen. Auch das hält Tauber im Notfall aber für eine Option. Die Tage, an denen eine Bescheiung möglich ist, müssten optimal ausgenutzt werden. Generell habe sich die Zahl der Skitage am Klausenlift durch die Beschneiung verdreifacht, so Tauber. Durch eine Verdoppelung der Schneekanonen will Tauber die Skitage noch weiter steigern.

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Kommentare

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websaurier, Dienstag, 29.November, 15:45 Uhr

1. Leise rieselt der Schnee ganz bestimmt nicht....

An die massive Verschwendung von Energie und Wasser hat der "werte" Bürgermeister wohl noch keinen Gedanken verschwendet...
Die Anzahl der Schneekanonen dann auch noch verdoppeln zu wollen, grenzt schon an (...) Unvermögen.

Aber wer erwartet schon Vernunft und Verstand in einer "Erlebnisregion"... Dieser Kommentar wurde von der BR-Redaktion entsprechend unseren
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  • Antwort von Renate E., Donnerstag, 01.Dezember, 16:06 Uhr

    Es leben ja viele ansässige Unternehmen vom Tourismus. Und ohne Schnee koa Gaudi. Es soll da viel schlimmere Verschwender geben - da sind doch diese Kosten im Vergleich mit der Nutzenrechnung direkt entschuldbar.

  • Antwort von Leser, Freitag, 02.Dezember, 09:17 Uhr

    @ Renate E.
    Interessant ist, welche ortsansässigen Unternehmen von den Touristen profitieren.
    Das es sich mittlerweile bei fast allen Skigebieten um Tagestouristen handelt, die Ihr essen und trinken selbst mitbringen.

    Doch ein Unternehmen fällt mir ein. ( Dixi / Toi-Toi )