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Samba-Fieber in Coburg Gründer des Samba-Festivals erhalten Bürgermedaille

Seit 25 Jahren steht Coburg jedes Jahr Kopf: Mittlerweile ist die Stadt die größte Samba-Hochburg außerhalb Brasiliens. Nun werden die Gründer des Samba-Festivals mit der Bürgermedaille der Stadt ausgezeichnet.

Von: Heiner Gremer

Stand: 19.10.2016

Rolf Beyersdorf und Christof Pilarzyk haben 1992 zusammen mit dem inzwischen verstorbenen Schauspieler und Musiker Michael Häfner erstmals das Samba-Festival ins Leben gerufen. "Einfach weil damals für junge Leute rein gar nichts in Coburg geboten war", so Pilarzyk zum Bayerischen Rundfunk. Die Grenzen waren offen und die Zeit war einfach reif für so ein Festival, ergänzt Rolf Beyersdorf.

Festival wird zum Besuchermagnet

Christof Pilarzyk und Rolf Beyersdorf

Zum ersten Samba-Festival kamen 20.000 Leute - ein riesiger Erfolg für die Organisatoren. Heute sind es mit rund 200.000 Besuchern gut zehn Mal so viele. Und Samba ist damit gleichzeitig auch für Stadt und Landkreis Coburg ein echter Wirtschaftsfaktor, der rund 4,5 Millionen Euro an einem einzigen Wochenende einbringt.

Suche nach Sponsoren

Trotzdem sei es den Veranstaltern selbst von Anfang an nicht um Geld gegangen. Sie haben ohnehin keines gehabt, so Beyersdorf und Pilarzyk. Erst als der damalige Oberbürgermeister Norbert Kastner sich hinter sie stellte und auch der in Coburg ansässige Versicherungskonzern HUK als Sponsor einsprang, konnte das erste Samba-Festival 1992 über die Bühne gehen.

"Irgendwie hatten wir dann immer wieder grade so viel Geld übrig, um das Samba Festival im nächsten Jahr anzuschieben."

Christopf Pilarzyk, Gründer des Samba-Festivals

1993 ist das zweite Festival buchstäblich ins Wasser gefallen: Von Freitag bis Sonntag hatte es ohne Pause durchgeregnet, erinnert sich Pilarzyk. Danach waren die Organisatoren fast Pleite. Aber trotz des Katastrophenwetters haben die Gruppen gespielt und die Leute blieben, "da haben wir gewusst es läuft", so Pilarzyk.

Zukunft des Festivals in Coburg

Die Bürgermedaille ist eine riesige Anerkennung und Ehre, "da krieg ich jetzt richtig Gänsehaut, wenn ich überhaupt drüber nachdenke", meint Rolf Beyersdorf. Das Samba-Festival wollen die beiden noch so lange managen, wie es geht. Danach wollen sie alles dafür tun, dass es in Coburg bleibt. Es wird sicher auch nach ihnen weitergehen, sagte Beyersdorf.


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