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Fall Peggy und der NSU Ramelow glaubt nicht an Zufall

Nachdem die Ermittler DNA des mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt am Fundort von Peggys Leiche festgestellt haben, herrscht Verwirrung. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) glaubt nicht an einen Zufall.

Stand: 18.10.2016

Bodo Ramelow | Bild: picture-alliance/dpa

Bei einem Besuch in Coburg äußerte Ramelow Zweifel, dass die beiden Funde in keinem Zusammenhang stehen.  In dem Waldstück in Thüringen, wo die sterblichen Überreste von Peggy gefunden worden sind, steht eine Hütte. Diese gehört Ramelow zufolge einem Mann, der den mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt bereits in einem anderen Fall des Mordes an einem Kind beschuldigt hatte. Bei dem Mann soll es sich um einen ehemaligen Schulfreund von Böhnhardt handeln.

"Ich kenne dieses Waldstück ziemlich gut. Ein Zufall wäre so unwahrscheinlich, dass wir von Anfang an gesagt haben, wir müssen das alles neu bewerten."

Bodo Ramelow (Linke), Ministerpräsident von Thüringen

Der besagte Fall betrifft die Ermordung eines damals neun Jahre alten Jungen aus dem Jahr 1993. Wenige Tage nach seinem Verschwinden wurde der Junge tot am Ufer der Saale gefunden. Böhnhardt war zeitweise im Visier der Ermittler, eine Beteiligung an dem Mord konnte ihm aber nicht nachgewiesen werden.

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