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Todesdrohungen in Bamberg Kein extremistischer Hintergrund

Kripo und Staatsanwaltschaft Bamberg haben Ermittlungen gegen den 30-Jährigen eingeleitet, der mit Todesdrohungen für die Sperrung des Bamberger Busbahnhofes gesorgt hatte. Einen extremistischen Hintergrund können sie nicht bestätigen.

Von: Heiner Gremer, Christian Schiele, Carlo Schindhelm

Stand: 24.03.2017

Die Behörden ermitteln wegen Störung des öffentlichen Friedens durch die Androhung von Straftaten und wegen Bedrohung, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung von Staatsanwaltschaft und Polizei. Sie gehen davon aus, dass der Mann alleine gehandelt hat.

Kein extremistischer Hintergrund – Unterbringung in Psychiatrie

Der Mann wurde außerdem psychiatrisch begutachtet, da er deutliche Anzeichen einer psychischen Erkrankung zeigte. Einen extremistischen Hintergrund können die Ermittler aber nicht bestätigen. Der Mann wurde zwischenzeitlich dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Er soll aufgrund seines psychischen Zustandes in der geschlossenen Abteilung eines psychiatrischen Krankenhauses untergebracht werden. Haftbefehl wurde aufgrund seiner Erkrankung nicht erlassen.

Gesamtes Gelände gesperrt

Der 30 Jahre alte Mann hatte am Freitag (24.03.17) gegen 12.00 Uhr am Bamberger Busbahnhof auf deutsch "Ihr werdet alle sterben" gerufen – im Anschluss soll er in einer nicht näher definierten Sprache "Allah ist groß" gerufen haben. Anschließend sei er in einen Bus gestiegen und habe dort zwei Gepäckstücke deponiert. Die Polizei ließ das Gelände sperren.

LKA untersuchte die Gepäckstücke

Spezialisten des Landeskriminalamts untersuchten unter großen Vorsichtsmaßnahmen die Gepäckstücke – und konnten schnell Entwarnung geben. Sie fanden darin nur Alltagsgegenstände. Der Mann ließ sich widerstandslos festnehmen, teilte die Polizei mit. Andere Fahrgäste konnten den Bus gefahrlos verlassen. Die Sperrung des Geländes rund um den Busbahnhof wurde wieder aufgehoben.

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