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"Problembiber" in Bamberg Gefährliche Bibergänge im Stadtpark

Viele Bamberger reden schon schmunzelnd vom "Problembiber". Was aber passiert wäre, wenn der Nager seine unterirdische Arbeit im Hainpark in Bamberg fortgesetzt hätte, wäre alles andere als zum Schmunzeln.

Von: Carlo Schindhelm

Stand: 17.02.2017

Biber | Bild: picture-alliance/dpa

Mitarbeiter des Wasserwirtschaftsamtes haben bei einem Kontrollgang im Stadtpark "Hain" mehrere Bibergänge entdeckt. Die Tiere haben einen Damm zwischen dem Regnitzarm und dem tieferliegenden Hollergraben förmlich ausgehöhlt.

"Es bestand die Gefahr, dass der Damm bricht und sich eine Flutwelle von der Regnitz in den Hollergraben ergießt. Ob es zu Überschwemmungen oder Schäden an Bauwerken gekommen wäre, kann man schwer abschätzen."

Hans Joachim Rost, Wasserwirtschaftsamt Bamberg

Die Mitarbeiter des städtischen Gartenamtes haben die Biberlöcher mit Beton aufgefüllt. Weil die Biber weiterhin dort leben, wird der Damm nun beispielsweise mit einem Metallgitter gegen weitere Biberschäden gesichert. Die Kosten für die Stadt Bamberg und den Freistaat Bayern belaufen sich auf rund 60.000 Euro. Der Fußweg an der Regnitz wird am Wochenende voraussichtlich wieder begehbar sein.

Stichwort: Biber unter Naturschutz

Der Biber gehört laut Bund Naturschutz (BN) zu den "streng zu schützenden Arten von gemeinschaftlichem Interesse". Er darf nicht gejagt und nicht gestört werden. Wer Probleme mit einem Biber hat, bekommt Hilfe von Biberberatern des BN.

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  • zur Sendungshomepage Regionalnachrichten Franken von 6.00 bis 18.00 Uhr, jeweils zur halben und zur vollen Stunde, Bayern 1

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