4

Bezirkskliniken Mittelfranken Gericht verweigert außerordentliche Kündigungen

Zwei Beschäftigte der Bezirkskliniken Mittelfranken müssen trotz außerordentlicher Kündigungen zunächst weiter beschäftigt werden. Das hat das Verwaltungsgericht Ansbach entschieden. Der Grund: Eine Frist war abgelaufen.

Von: Claudia Mrosek

Stand: 16.08.2016

Eine ältere Frau hält sich  an ihrem Bett an einem Haltegriff fest  | Bild: picture-alliance/dpa/Daniel Bockwoldt

Im ersten Fall soll im vergangenen Februar ein Pfleger auf eine Patientin des Ansbacher Bezirksklinikums eingeschlagen haben. Die Bezirkskliniken Mittelfranken wollten dem Pfleger fristlos kündigen. Dagegen sprach sich der Personalrat aus, weil der Betroffene selbst Mitglied des Personalrats sei und unter besonderem Kündigungsschutz stehe.

Das Verwaltungsgericht Ansbach entschied, dass eine Zustimmung zur Kündigung durch den Personalrat nicht nötig gewesen wäre. Der Pfleger sei bisher letztendlich nicht als Personalrat tätig war. Allerdings wäre nun die "Zwei-Wochen-Frist" für die außerordentliche Kündigung abgelaufen. Vermutlich geht der Fall nun vor ein Arbeitsgericht.

Ebenfalls Frist abgelaufen

Im zweiten Fall entschied das Gericht in gleicher Weise. Hier sollte einer Ärztin der Frankenalb-Klinik Engelthal wegen eines nicht öffentlich bekannten Vorfalls fristlos gekündigt werden. Auch hier argumentierte der zuständige Personalrat gegen die Kündigung, weil die Frau selbst zum Personalrat zähle.

Laut Verwaltungsgericht gehört die Ärztin dem Personalrat aber nicht mehr an. Allerdings ist auch in ihrem Fall die Frist für eine außerordentliche Kündigung abgelaufen.

Sendungsinfo

  • zur Sendungshomepage Regionalnachrichten Franken von 6.00 bis 18.00 Uhr, jeweils zur halben und zur vollen Stunde, Bayern 1

Alle Regionen

Regionen Bayerns Region Unterfranken auswählen Region Mittelfranken auswählen Region Oberfranken auswählen Region Oberpfalz auswählen Region Niederbayern auswählen Region Oberbayern auswählen Region Schwaben auswählen

4

Keine Kommentare mehr möglich. Hinweise zum Kommentieren finden Sie in den Kommentar-Spielregeln.)

Igelin, Dienstag, 23.August, 11:59 Uhr

2. Recht oder Unrecht . . . wenn die Form wichtiger ist als der Inhalt . . .

in keinem Fall geht es um die Sache- um die Anlass-Sache und das lässt die Juristerei in einem Licht erscheinen, was nicht mit Rechtsprechung zu tun hat.

Gabriele W., Dienstag, 16.August, 11:13 Uhr

1. *Pfleger* soll Patientin geschlagen haben

Eigentlich müsste da stehen- wenn es um eine Patientin geht " Krankenpfleger hat ..........!"

Ansonsten wäre es ein "Altenpfleger"....und das sind keine Patienten, sondern Bewohner einer Senioren-u.Pflegeeinrichtung.

Das Bild mit den alten Händen irritiert mich demnach auch.

Es ist nicht leicht, immer sensibel zu sein, aber man sollte professionell sein, wenn es um die Pflege geht. Mir sind einfach die Infos im Artikel zu gering.