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Tanne aus Polen Papst-Christbaum macht Station in Pegnitz

Papst Franziskus bekommt in diesem Jahr einen Christbaum aus Polen. Mehr als 2.000 Kilometer muss der Baum zurücklegen und macht auf seinem Weg Station in Pegnitz (Lkr. Bayreuth). Der Schwertransport darf nur nachts fahren.

Von: Christiane Scherm

Stand: 15.11.2017

Der Schwertransport mit dem Weihnachtsbaum ist am Mittwoch (15.11.17) schon in den frühen Morgenstunden an der Rastanlage Pegnitz (Lkr. Bayreuth) angekommen. Der Schwertransport dürfe in Deutschland nur in der Nacht fahren, in der Früh müsse er Rastplätze anfahren und tagsüber eine Pause einlegen, sagte ein Sprecher des Transportunternehmens dem Bayerischen Rundfunk.

Ankunft in Rom am 22. November

Der Christbaum wird bis 22.00 Uhr an der Rastanlage Pegnitz stehen. Danach geht es weiter Richtung Grenze. Die Ankunft in Rom ist für den 22. November geplant. Die Einweihung von Krippe und Baum finde traditionell am 7. Dezember statt, berichtet "Radio Vatikan".

Krippe und Baum werden bis zum 7. Januar auf dem Petersplatz stehen bleiben. An diesem Tag feiert die katholische Kirche das Fest der Taufe des Herrn, das auf den Sonntag nach Dreikönig fällt und die Weihnachtszeit liturgisch beschließt.

28 Meter hohe Rot-Tanne aus den Masuren

Bei dem Christbaum handelt es sich um eine 28 Meter hohe und zehn Meter breite Rot-Tanne, die von der nordpolnischen Diözese Elk in den Masuren gestiftet wurde. Zusammen mit einer neapolitanischen Krippe wird die Tanne in diesem Jahr den Petersplatz in Rom zur Weihnachtszeit schmücken.

Baumschmuck von italienischen Kindern

Die Modelle für den Baumschmuck stammen von krebskranken Kindern aus italienischen Krankenhäusern und von Kindern aus den mittelitalienischen Erdbebengebieten. Die Kugeln und Sterne der Kinder wurden in synthetischem Material nachgebaut.

Die Abtei von Montevergine in der italienischen Region Campanien ist für die Krippe zuständig. Die zum Teil zwei Meter großen Krippenfiguren werden in einer 80 Quadratmeter großen Krippe stehen. Die Nachbildung des Stalls von Bethlehem ist bis zu sieben Meter hoch. Sie ist im Stil neapolitanischer Krippen des 18. Jahrhunderts gestaltet. Köpfe und Gliedmaßen sind aus Terrakotta. Die Figuren tragen Stoffgewänder.

Die Kinder und alle anderen am Weihnachtsschmuck Beteiligten bekommen am 7. Dezember eine Audienz bei Papst Franziskus.


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Kommentare

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Lorek Hans -Georg, Donnerstag, 16.November, 16:06 Uhr

6. Christbaum aus Polen für den Vatikan

Liebe Pegnitzer, einst 1946 , landeten wir als Flüchtlinge aus Schlesien bei Euch Franken, wir durften bleiben , nochmals herzlichen Dank. Jetzt übernachtet der 28 m lange Christbaum für den Vatikan , bei Euch. Von Elk bis nach Rom müssen 2000 km überwunden werden. Euch allen Glückauf. Ihr ward immer weltoffen und tolerant. Massgebend für uns war unser Lehrer Fritz Gentner.

Thomas, Mittwoch, 15.November, 17:30 Uhr

5. Ein schöner Brauch

Die Sache mit dem gespendeten Christbaum für den Petersplatz ist ein (wie ich finde) schöner Brauch, der in den 80er Jahre begonnen hat. Seitdem kommt der Baum jedes Jahr woanders her. Die Menschen in der Heimatgemeinde des Baumes sind stolz darauf und freuen sich. In den letzten vier Jahren kam der Baum übrigens auch schon zweimal aus der Oberpfalz.

heidi, Mittwoch, 15.November, 14:22 Uhr

4.

Der Baum für den Petersplatz wird gespendet, groß wäre der Aufschrei, würde der Papst dies ablehnen. Wie man es macht, ist es verkehrt aber sicher könnte man es besser machen. Für die Nörgler zum nachdenken, wo kommen die Kleidung, Nahrung und sonstigen schnickschnack her, sicher nicht von um die Ecke. Shopping in London oder gar New York kein Problem, für ein paar Tage um die Welt fliegen muß sein usw usw...........

  • Antwort von Thomas, Mittwoch, 15.November, 17:24 Uhr

    Ganz genau. Dieses ständige „Was das wieder kostet“-Geplärr ist ja schon fast lächerlich.

Barbara, Mittwoch, 15.November, 13:48 Uhr

3. Wieviele Kilometer reist der Christbaum?

Ein richtiger Papst-Christbaum sollte doch um den ganzen Globus reisen, bevor er in Rom aufgestellt wird. Wieviele Kilometer hat denn der ganze Erd-Umfang?

Normalo, Mittwoch, 15.November, 12:43 Uhr

2. Der Kirche zeigt mal wieder seinen Größenwahn.

Passt das noch in unsere Zeit?

2000 Km für Schwertransport + Begleitfahrzeug
= 30Liter/100km + 8Liter/100 Km
-- und das Ganze wieder zurück - macht schlappe
==> 720 + 720 = 1440 Liter Diesel für einen (1) !!! einzigen Baum.

Warum genügt denn nicht ein Baum aus Norditalien????????????

Aber wenn's um Prunk geht lässt es der Vatikan richtig krachen. Und die Umwelt? Wen interessierts?
Kleiner Tipp: Nächtes Jahr einen Tropenbaum aus Brasilien oder einen Mammutbaum aus USA einfliegen lassen.

  • Antwort von Barbara, Mittwoch, 15.November, 19:38 Uhr

    Ein Christbaum hat doch mit "Prunk" überhaupt nichts zu tun! Sie haben eine völlig falsche Vorstellung von Weihnachten!

  • Antwort von Normalo --- @ Barbara, Donnerstag, 16.November, 08:02 Uhr

    1. Ja, ich geb ihnen Recht - ein Christbaum hat mit Prunk nichts zu tun - ein 28 m hoher und 2000 Km weit Transportierter aus meiner Sicht schon.
    Man könnte meinen. der Vatikan will den Kaufhäusern in USA den Rang ablaufen.

    2. Zum Thema Vorstellung zu Weihnachten liegen wir - glaub ich - gar nicht so weit auseinander. Ich wünsch mir jedenfalls ein Weihnachten in Ruhe mit der Familie - und kenen Kauf- und Größenwahn.
    Auch ich kaufe mir einen Weihnachtsbaum - aus meiner Umgebung. Und der Vatikan könnte dies auch tun - aus Norditalien z.b.. Dort gibt es auch sehr schöne Bäume.
    Das gesparte Geld (egal wer diesen Baum "spendiert") könnte z.B. für die Kinder die kurz vor dem Hungertod stehen, besser angelegt werden. Das ist aus meiner Sicht Christentum - und nicht ein Riesenbaum, der nach 2 Wochen wieder "Klein" gemacht wird.

  • Antwort von Thomas, Donnerstag, 16.November, 09:09 Uhr

    Dann ist Ihr Verhalten, lieber Normalo, aber auch recht heuchlerisch (überspitzt ausgedrückt). Denn die zehn Minuten, die Sie hier mit dem Schreiben von Beiträgen verbringen, könnten Sie besser nutzen, wenn Sie stattdessen jemandem helfen – zum Beispiel mit einem einsamen Nachbarn sprechen oder einem Obdachlosen ein warmes Essen bringen.

    Ob das Geld, das die Polen hier gespendet haben, um ihrer Kirche ein Geschenk zu machen, wirklich besser angelegt, wenn sie es stattdessen für hungerleidende Kinder gespendet hätten, weiß ich nicht. Weihnachten ist eine Zeit, in der traditionell sehr viele Spenden für wohltätige Zwecke zusammenkommen. Wenn wir nun aufhören, Weihnachten groß und feierlich zu feiern („weil es Geld kostet“), dann kommen natürlich auch sehr viel weniger Spenden zusammen. In der Wirtschaft heißt es, man muss investieren, um Geld zu machen. Und so seh ich das auch hier. Der prächtige Baum sammelt nämlich fleißig Spenden, während er am Petersplatz steht.

  • Antwort von Normalo, Donnerstag, 16.November, 14:09 Uhr

    @ Thomas
    1. Sie stempeln mich als heuchlerisch ab, ohne zu wissen inwieweit ich mich dahingehend schon engagiere. So etwas nennt man Vorverurteilung.
    2. Ich habe zu keinem Zeitpunkt etwas verfasst, in dem wir aufhören sollen, Weihnachten zu feiern - es kommt auf das wie an.
    Weihnachten ist doch bei vielen oft nur noch eine Konsumschlacht. Es gibt Jugendliche, die wissen gar nicht mehr warum wir Weihnachten feiern.
    Aber sie wissen, dass sie da ihr neues Handy von den Eltern bekommen.
    3. Sie vergleichen den Vatikan mit einem Wirtschaftsunternehmen. Ich sehe hier eine religiöse Sozialgemeinschaft - ohne Gewinnabsicht.
    4. Ja, der Baum "sammelt" sicherlich Spenden - und die kommen wieder (leider) nur vom "kleinen Mann".
    Die Superreichen werden sicher nicht auf Grund eines Baumes dazu animiert zu spenden, weil sie dort gar nicht vorbei kommen..

  • Antwort von Thomas, Donnerstag, 16.November, 14:30 Uhr

    Ich glaube, Sie haben mich in allen Punkten ganz ordentlich missverstanden. Falls Sie tatsächlich meinen, ich hätte Sie als heuchlerisch abgestempelt, dann bitte ich um Entschuldigung. Das war nicht meine Absicht.

  • Antwort von Barbara, Donnerstag, 16.November, 16:01 Uhr

    Normalo, Sie unterstellen doch der Kirche "Größenwahn"! Damit betreiben Sie Hetze gegen die katholische Kirche! Denn ein Christbaum ist ein schöner Brauch für Weihnachten und hat mit "Größenwahn" überhaupt nichts zu tun!