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Gelder bewilligt Umstrittene Ortsumgehung von Schirnding kommt

Die umstrittene Ortsumfahrung der Gemeinde Schirnding kann gebaut werden. Die finanziellen Mittel für den ersten Bauabschnitt sind bewilligt. Gegner des Projekts sehen keine Notwendigkeit für den Ausbau der B303.

Stand: 22.09.2016

Bundesminister Dobrindt übergibt die Projektmappe an die Bundestagsabgeordneten Petra Ernstberger und Hans-Peter Friedrich. | Bild: MdP Hans Peter Friedrich

Wie die Hofer SPD-Bundestagsabgeordnete Petra Ernstberger erklärte, stehen für den 2,5 Kilometer langen Ausbau der B303 elf Millionen Euro bereit. In einem ersten Bauabschnitt soll zwischen der Röslautalbrücke und der Raithenbachbrücke eine zweite Fahrbahn gebaut werden. Am Ende des kompletten Ausbaus wird damit ein vierspuriger Verkehr möglich sein. "Wir verfügen nun über ausreichend Mittel, um Bundesstraßen zu sanieren und auszubauen", erklärte Petra Ernstberger.

Baurecht liegt seit 2009 vor

Projektbeschreibung der OU Schirnding | Bild: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

Die Ortsumgehung Schirndings ist Teil des Zusammenschlusses des deutschen und tschechischen Autobahnnetzes, wie der ehemalige Bundesinnenminister und Hofer CSU-Bundestagsabgeordnete Hans-Peter Friedrich erklärte. "Das bereits seit 2009 baureife Projekt kann damit endlich umgesetzt werden", betonte er.

Verkehrsaufkommen ging zwischen 2006 und 2010 zurück

Gegner des Bauprojekts sind von der Notwendigkeit des Ausbaus allerdings nicht überzeugt. Seit Jahren macht eine Bürgerinitiative gegen den Ausbau mobil. Sie führt an, dass sich das Verkehrsaufkommen in dem Bereich seit Jahren entspannt habe. Den Rückgang von 7.000 auf 5.200 Kraftfahrzeuge pro Tag im Zeitraum zwischen 2006 und 2010 verzeichnet auch die Projektbeschreibung, die Petra Ernstberger ihrer Pressemitteilung beigelegt hat. Ausschlaggebend dafür sei die Verlängerung der A6 von Nürnberg nach Prag im Jahr 2008.

Friedrich besteht auf Lückenschluss

Für einen durchgehenden, vierspurigen Anschluss zwischen Schirnding und der tschechischen Grenze gibt es bislang noch keine Planungen. Hans-Peter Friedrich kündigte allerdings an, "auf weitere Ausbauschritte für den Lückenschluss bestehen" zu wollen.

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