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Regen in Oberfranken Hochwasserlage inzwischen entspannt

Im westlichen Oberfranken haben am Freitag Einsatzkräfte gegen das Hochwasser gekämpft. Inzwischen hat sich die Lage etwas entspannt. Nun sollen Betroffene Schäden aufnehmen.

Von: Anne Axmann

Stand: 18.06.2016

Überflutete Straßen und Keller im Landkreis Bamberg  | Bild: News5/Herse

In den Landkreisen Bamberg und Forchheim sei kaum mehr Regen gefallen, so ein Sprecher der Integrierten Leitstelle (ILS) für Bamberg und Forchheim. Die Wasserstände gingen zurück und es habe keinen neuen Einsätze gegeben. Geschädigte sollen nun die Schäden aufnehmen, Fotos machen und in ihrer Gemeinde melden.

Schäden aufnehmen

Zu den Schäden im besonders betroffenen "Lautergrund" – hier war die Lauter rasch zu einem reißenden Fluss angeschwollen – konnte Kreisbrandrat Bernhard Ziegmann keine Angaben machen.

"Wir werden erst in der kommenden Woche, das genaue Ausmaß der Schäden rekapitulieren."

Kreisbrandrat Bernhard Ziegmann

Es seien zahlreiche Keller überflutet und Häuser beschädigt worden. Insgesamt gab es etwa 250 Einsätze im Landkreis. Besonders die Wechselladerfahrzeuge, die der Landkreis Bamberg erst vor Kurzem angeschafft hat, hätten sich ausgezahlt. Die fünf Fahrzeuge waren mit Abrollbehälter, Sandsäcken, Schutzwasserpumpen, Notstromaggregaten im Einsatz, so Ziegmann weiter.

Landrat dankt Helfern

In Breitengüßbach drohte am Freitag (17.06.16) ein Haus vom angrenzenden Bach unterspült zu werden. Das konnte jedoch laut ILS verhindert werden. Der Bamberger Landrat Johann Kalb (CSU) dankte den Einsatzkräften und ehrenamltichen Helfern für ihren unermüdlichen Einsatz.

"Ich möchte allen Helfern meinen ausdrücklichen Dank aussprechen. Das zeigt wieder einmal, dass man das Ehrenamt nicht hoch genug schätzen kann in unserer Gesellschaft."

Johann Kalb (CSU), Landrat von Bamberg

Spendenkonto

Landratsamt Bamberg
Spendenkonto Hochwasserhilfe
IBAN: DE48 7705 0000 0302 9212 83

Als erste finanzielle Soforthilfsmaßnahme hat Landrat Kalb ein Spendenkonto eingerichtet und bittet die Bevölkerung um Unterstützung der Hochwasseropfer.

Keller vollgelaufen

Auch in Lichtenfels waren die Einsatzkräfte teilweise bis um 22.00 Uhr unterwegs, um zahlreiche Keller auszupumpen. Auch hier hat sich die Lage über Nacht entspannt. Es gab keine neuen Einsätze mehr. Für den Nachmittag sind zunächst weitere Regenschauer gemeldet, auch Unwetterwarnungen gibt es nicht.


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