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Start der Krötenwanderung "Krötenretter" für oberfränkische Amphibien

Regnerische und frostfreie Nächte: Das ist optimales Wetter für die Wanderungen von Kröten, Fröschen und Molchen zu ihren Laichgewässern. Unterwegs sind die Amphibien je nach Witterung zwischen Anfang März und Mitte April.

Stand: 21.03.2017

Um den Amphibien auf ihrem gefährlichem Weg entlang der Straßen zu helfen, sind im Landkreis Bayreuth 2,7 Kilometer Krötenzaun aufgebaut. Wie etwa in Pleofen (Gemeinde Eckersdorf), Kröbeldorf (Pegnitz), im Veldensteiner Forst oder in Goldkronach. Die Ortsgruppe Goldkronach des Bund Naturschutz ist besonders aktiv. Ehrenamtliche "Krötenretter" laufen jeden Morgen den Krötenzaun ab.

Schützenswerte Tiere

Der Krötenzaun soll den Amphibien helfen.

Die geretteten Kröten bringen sie nicht nur auf die andere Straßenseite, sondern sie führen auch ganz genau Buch über die Anzahl der Tiere – mit rund 300 Stück ist die Population in Goldkronach zwar relativ klein, gerade deshalb aber besonders schützenswert. Denn Kröten, Frösche und Molche sind nicht nur Nahrung für Vögel, wie zum Beispiel Störche. In den Gärten fressen sie auch Schädlinge, wie Insekten oder Nacktschnecken.

Massenwanderung in der Nacht

Mit Einbruch der Dämmerung kommt es bis etwa Mitternacht zu sogenannten Massenwanderungen. In dieser Zeit rufen Tier- und Naturschützer alle Autofahrer wieder verstärkt zu Vorsicht auf. Denn auf ihrem Weg zum Laichplatz überqueren Kröten oftmals Straßen und werden so leicht Opfer des Verkehrs. Betroffen sind vor allem Frösche und Kröten, insbesondere Erdkröten. Denn auch wenn die Tiere nicht direkt überfahren werden, kann sie der Strömungsdruck der Fahrzeuge töten: Dieser bringt die Blutgefäße der Tiere zum Platzen.

Tempo 30 in der Nacht

Damit die Tiere eine Chance haben, sollten Auto- und Motorradfahrer vor allem in der Dämmerung und nachts auf Strecken mit Amphibienwanderungen nicht schneller als Tempo 30 fahren, raten der Deutsche Tierschutzbund und der Bund Naturschutz. Mancherorts gibt es zwar Krötentunnel oder –brücken, sodass die Tiere die Straßen sicher überqueren können. Die sind aber selten. Deshalb sind in diesen Wochen wieder viele Tierschützer unterwegs, die täglich frühmorgens Frösche und Kröten entlang der Krötenzäune einsammeln und in Eimern über die Straße bringen.

Hilfe im eigenen Garten

Die Gartenbesitzer wiederum können ebenfalls einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Amphibien leisten, indem sie Schutzquartiere schaffen – in Form von Komposthaufen, Steinhügeln oder Altholzhaufen, in denen sich die Tiere gern verkriechen. Ein kleiner Tümpel im Garten bietet Lurchen Laichmöglichkeiten. Außerdem sollten Tierfreunde Keller und Kellerschächte mit einem Schutzgitter abdichten oder sie regelmäßig auf gefangene Amphibien kontrollieren.


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Reinhard Birkner, Donnerstag, 23.März, 13:06 Uhr

3. Krötenwanderung - Krötenretter

Ein großes Lob an den Bayerischen Rundfunk, dass er sich auch mit solchen Themen befasst!
Wenn Menschen nur aus Liebe zur Natur, egal bei welchem Wetter, diese Aktionen durchführen, dann ist es auch wert darüber zu informieren. Vielleicht helfen solche Sendungen dazu das eigene Verhalten einmal zu überdenken.
Ich verstehe solche Beiträge auch als Danke für alle die sich ehrenamtlich für unsere Natur und damit für alle Menschen einsetzen.

Barbara, Dienstag, 21.März, 20:05 Uhr

2. Gibt es überhaupt noch Kröten?

Wenn ja, wo kann man sie noch retten?

  • Antwort von websaurier, Mittwoch, 22.März, 08:34 Uhr


    Sie haben recht...
    Wenn ich in meinen Geldbeutel schaue: Alle Kröten weg !
    Wo sind sie geblieben?

  • Antwort von Bayerischer Rundfunk, Mittwoch, 22.März, 08:41 Uhr

    Liebe Barbara,
    am Besten fragen Sie beim örtlichen Bund Naturschutz nach, wo genau in Ihrer Region/Umgebung Kröten unterwegs sind. Im Landkreis Bayreuth sind sie das beispielsweise in Eckersdorf, Kröbeldorf, im Veldensteiner Forst oder auch in Goldkronach. Generell in der Nähe von Teichen und auch in Gärten.

websaurier, Dienstag, 21.März, 14:03 Uhr

1. Her mit den Kröten...


Meine Hochachtung vor allen, die sích hier engagieren !!
Aber: Bitte nicht küssen!
Es sind keine Frösche, die sich in Prinzen(Prinzessinnen?) verwandeln könnten...

In meinem Garten stehen zwei Teiche bereit, ebenso diverse Komposthaufen und Altholz...