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Offener Brief an Dobrindt Ausbau der B303 bei Schirnding stößt auf Kritik

Der geplante Ausbau der B303 als vierspurige Ortsumgehung um Schirnding stößt auf heftige Kritik. Der Bund hat für die 2,5 Kilometer lange Strecke Mittel freigegeben, obwohl der neue Bundesverkehrswegeplan das gar nicht vorsieht.

Stand: 07.10.2016

Ein Schild weist auf Bauarbeiten auf der Autobahn hin (Symbolbild). | Bild: picture-alliance/dpa/

Die oberfränkische Bundestagsabgeordnete Elisabeth Scharfenberg (Bündnis 90/Die Grünen) bezeichnet die Freigabe als "urplötzlich" und unnötig. Denn im vorliegenden Bundesverkehrswegeplan (BVWP) wird dem Vorhaben auf der B303 nur ein besonders niedriges Nutzen-Kosten-Verhältnis zugeordnet. Scharfenberg zitiert ein Gutachten, in dem künftig von 6.000 Fahrzeugen täglich die Rede ist. Das wäre deutlich weniger als heute und dafür sei die zweispurige Straße ausreichend.

Verkehr wie auf Kreisstraße

Auch die Bürgerinitiative gegen die Fichtelgebirgsautobahn ist bestürzt. In einem offenen Brief an Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) schreiben Vertreter, dass nach den Berechnungsgrundlagen des alten und neuen BVWPs eine zweispurige Bundesstraße für 20.000 Fahrzeuge täglich ausgelegt sei. Auf der B303 herrsche jedoch das Verkehrsaufkommen einer durchschnittlichen Kreisstraße.

Die Vertreter der BI bitten Dobrindt, diese "eklatante Fehlentscheidung" rückgängig zu machen. Auch Elisabeth Scharfenberg hat an die Bundesregierung geschrieben und um Erklärung gebeten.

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