4

Fahndungserfolg für Cybercops Kreditkartenbetrüger in Bamberg vor Gericht

Ein mutmaßlicher Kreditkartenbetrüger muss sich derzeit vor dem Landgericht Bamberg verantworten. Der vorbestrafte Immobilienmakler soll auf fremde Namen ausgestellte Kreditkarten benutzt und dadurch einen Schaden im hohen fünfstelligen Bereich verursacht haben.

Von: Carlo Schindhelm

Stand: 13.02.2018

Auf einer Computertastatur liegen Kreditkarten. | Bild: pa/dpa/Uli Deck

Die Zentralstelle Cybercrime Bayern wirft dem 30-jährigen Mann aus dem Raum Bamberg gewerbsmäßigen Betrug in 15 Fällen vor. Im Detail wird ihm zur Last gelegt, zwischen Mai 2015 und Mai 2017 mehrere Kreditkarten eines weltweit tätigen Kreditkartenunternehmens unter Angabe falscher Namen und Bankverbindungen beantragt und erhalten zu haben.

Geschädigte aus dem Raum Bamberg

Die Namen und Bankverbindungen soll er überwiegend der Mitgliederliste eines Vereins von Grundstückseigentümern entnommen haben. Mehrere der Geschädigten stammen dabei aus dem Raum Bamberg. Für die Identitätsprüfung soll der Angeklagte gefälschte Stempel eines Berliner Bankinstituts verwendet haben.

Luxus dank falscher Kreditkarten

Die Kreditkarten verwendete der Mann mutmaßlich dazu, seinen sehr kostenintensiven und luxuriösen Lebensstil zu finanzieren. Insgesamt bezahlte er mit den Kreditkarten Waren und Dienstleistungen in Höhe von rund 70.000 Euro. Außerdem soll er einen Darlehensvertrag in Höhe von 50.000 EUR abgeschlossen und sich den Darlehensbetrag auch verschafft haben, obwohl er wusste, dass er zur Rückzahlung des Darlehens nicht in der Lage sein würde.

Fortsetzung am 16. Februar

Bei einer Verurteilung droht dem Mann eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren. Der Prozess am Landgericht Bamberg wird am 16. Februar fortgesetzt.


4

Kommentare

Inhalt kommentieren

Bitte geben Sie höchstens 1000 Zeichen ein.

Spamschutz * Bitte geben Sie das Ergebnis der folgenden Aufgabe als Zahl ein:

Ferdinand, Dienstag, 13.Februar, 12:00 Uhr

1. Und den Schaden regulieren?

Das wäre vielleicht auch noch eine abschreckende Erwähnung wert. Der zivilrechtliche Anspruch besteht 30 Jahre.
Warum wird das nicht gleich auch im Strafprozess mitverhandelt?

Das könnte zur Entlastung der Gerichte beitragen.