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Kirschenernte in Franken Große Mengen, schlechter Verdienst

Die fränkischen Bauern haben in diesem Jahr besonders viele Kirschen geerntet. Trotzdem sprechen sie nur von einem durchschnittlichen Jahr: Denn gut verdient haben sie mit den vielen Früchten nicht.

Von: Carlo Schindhelm

Stand: 19.08.2016

Süßkirschen | Bild: picture-alliance/dpa/Martin Schutt

Die Absatz- und Verwertungsgenossenschaft in Igensdorf im Landkreis Forchheim konnte in diesem Jahr 2.500 Tonnen Süßkirschen vermarkten, so Geschäftsführer Herbert Hubmann. In normalen Jahren betrage die Ernte rund 1.500 Tonnen. Ungewöhnlich sei in diesem Jahr gewesen, dass fast alle Kirschen zur gleichen Zeit im Juli reif wurden.

Größtes Kirschengebiet

Die große Menge habe auf den Preis gedrückt, sodass die Erzeuger in diesem Jahr keine guten Gewinner erzielen konnten. Mit der Vermakrtung seien sie "absolut unzufrieden", so Herbert. Unterm Strich sei es daher nur ein durchschnittliches Erntejahr für die Kirschbauern.

Befürchtete Ernteeinbußen aufgrund von Frösten im Frühjahr hätten sich nicht bewahrheitet. Die Qualität der Früchte sei durchwachsen. Regen bei der Ernte ließ einige Kirschen platzen, das habe aber keinen großen Einfluss auf die Menge gehabt. In Franken befindet sich deutschlandweit das größte zusammenhängende Anbaugebiet für Süßkirschen.

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Wanda, Donnerstag, 25.August, 02:32 Uhr

8. Jammern auf höchstem Niveau

- Die alte Leier: wäre ja auch das 1. Mal, dass Bauern mit der Ernte zufrieden wären. Der Tenor dieses Jahr: meistens Einbussen, aus welchen Gründen auch immer. Bei den Kirschen dagegen zuviel, also auch nicht recht. Da gibt's dann wohl keine Zuschusse und Hilfen, oder ? Dumm gelaufen mit dieser guten Ernte...
Der Verbraucher und auch der Steuerzahler werden schon einspringen. Wofür eigentlich ?

Renate E., Mittwoch, 24.August, 18:29 Uhr

7. Die Sache mit den Kirschen ist sowieso ein "Buch mit sieben Siegeln"!

Ich frage mich immer, wie es möglich ist, ein Glas Kirschen für 1,05 € im Discounter zu erstehen, wo aber frische Kirschen in Spitztütenmenge bereits um die 4,00 € kosten? Denn die eingeweckten Süßkirschen müssen ja auch mühselig vom Baum gepflückt werden, genau wie die frischen. Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Leute sich keine Frischware mehr leisten können und insgesamt jede Saison Zentner vergammeln bei Händlern und Handelsketten. Leider hat nicht jeder Bürger Gelegenheit, zum Obstbauen zu fahren und dort günstiger einzukaufen. Somit wird es auch nächstes Jahr so sein: Der Preis ist einfach zu hoch und es werden wieder Unmengen weg geschmissen. Übrigens: Dieses Jahr gab es ausnahmsweise mal noch gerade erschwingliche türkische Kirschen...

HinterTürkisch, Montag, 22.August, 00:06 Uhr

6. Ja, der

"...Mit der Vermakrtung seien sie "absolut unzufrieden", so Herbert..." ! Ähm-Hubmann...

Christine Emmerdt, Samstag, 20.August, 12:44 Uhr

5. Kirschenernte

Seit über 20 Jahren machen wir in den bayerischen Sommerferien Urlaub im fränkischen Seenland, unser Ferienbauernhof hat auch Kirschbäume. Heuer bin ich zum ersten Mal zur Kirschenzeit dort gewesen und wir haben uns mit den leckeren Früchten den Bauch vollgeschlagen und natürlich auch noch mit heimgenommen und verschenkt. € 3,50 für ein Kilo frisch vom Baum ist in meinen Augen fast zu wenig für die Arbeit, die die Kirschen machen.

Karin G., Freitag, 19.August, 12:38 Uhr

4. Habe keine im Angebot gesehen

Freue mich jedes Jahr auf die Kirschenzeit. In den letzten Jahren habe ich vermehrt Kirschen aus dem Ausland im Angebot gesehen. Warum eigentlich?
Kirschen aus Deutschen Landen bekommt man in speziellen Obstgeschäften, die es, wo wir mittlerweile wohnen, leider nicht gibt.
Habe dieses jahr in den Supermärkten vergeblich nach deutschen Kirschen Ausschau gehalten und nur teure Ware aus dem Ausland gefunden. Mein Kirschkonsum habe ich dieses Jahr stark eingeschränkt. Wir haben stattdessen dieses Jahr einen eigenen Kirschbaum gepflanzt und warten geduldig auf die erste Ernte in den nächsten Jahren.

  • Antwort von Michael D., Mittwoch, 24.August, 18:38 Uhr

    Tja, wir haben ein großes Grundstück, aber leider keine Kirschen. Wir hatten jahrzehntelang zwei Sauerkirschbäume, die nach und nach krank wurden und abgeschlagen werden mussten. Unser Nachbar versuchte es vor drei Jahren mit einer Süßkirsche, doch sieht man an der auch wieder die ersten Anzeichen einer merkwürdigen Blattfäule. Da verliert man echt die Lust, es nochmals zu versuchen und hat nur die Chance, sich auf dem Markt zu versorgen. Da es jedoch gerade bei Frischkirschen extreme Preise gibt, reicht es zumeist nur noch zum Kosten. Kirschen sind billig im Glas zu haben. Obwohl eben nur die frischen der totale Genuss sind.