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Keime im Trinkwasser Aufseßer Brauerei stellt Bierproduktion ein

Weil das Trinkwasser im Raum Aufseß mit Keimen belastet ist, muss es seit Anfang der Woche abgekocht werden. Mit Folgen für die Bierproduktion: Die Brauerei Reichold in Hochstahl hat wegen "Rohstoffproblemen" das Brauen vorübergehend eingestellt.

Von: Christiane Scherm

Stand: 12.10.2017

Symbolbild: Bier | Bild: picture-alliance/dpa

"Wir nehmen es sehr genau mit dem Wasser und haben vorsichtshalber aufgehört, zu Brauen", erklärte Brauerei-Chefin Katinka Reichold dem Bayerischen Rundfunk. Man dürfe es aber auch nicht so hochspielen, meint sie. Denn zum Brauen verwende die Brauerei eigentlich ohnehin abgekochtes Wasser.

Gefahr beim Spülen

Problem ist der Brauerei-Chefin zufolge vielmehr das Spülen der Mehrwegflaschen. Denn dafür verwendet die Brauerei normales Leitungswasser. Das Spülwasser extra abzukochen, sei zu aufwendig, so Reichold.

Wasser wird gechlort

Seit Mittwoch (11.10.17) wird das Trinkwasser in Aufseß nun aber gechlort. Die Wasserwerte sollten sich deshalb bald normalisieren, dann kann die Abkochverordnung aufgehoben werden. Menschen und Tiere könnten das Wasser aus der Leitung dann problemlos trinken, sagte Bürgermeister Ludwig Bäuerlein (CSU) dem Bayerischen Rundfunk. Das zuständige Prüf-Büro habe bereits neue Proben genommen. Die Ergebnisse sollen am Freitag (13.10.17) vorliegen.

Ursache für Keimbelastung unklar

Woher die Keime kommen, ist bislang nicht bekannt. Bäuerlein schließt aber aus, dass die Landwirtschaft eine Schuld treffe. "Da müssten die Nitratwerte höher sein", so Bäuerlein. Er vermutet, dass "die Fregga" – wie er die Keime nennt – mit dem Regen der letzten Tage und Wochen in den Tiefbrunnen geschwemmt worden seien. Er denkt darüber nach, eine UV-Filterungsanlage im Wasserkreislauf einbauen zu lassen. Damit würden Keime direkt aus dem Wasser herausgefiltert.


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