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Von Bamberg nach Erfurt Premiere für neue ICE-Strecke

Nach über einem Vierteljahrhundert Planung und Bau geht die neu ausgebaute ICE-Strecke zwischen Nürnberg und Berlin in Betrieb. Als einer der ersten wird Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt von Bamberg aus die Strecke testen. In Franken ist aber noch lange nicht alles fertig.

Stand: 30.08.2017

ICE Testfahrt Bamberg-Erfurt am 30.08.2017 | Bild: BR-Studio Franken/Tina Wenzel

Heute Vormittag wird Dobrindt in einem ICE Sonderzug mit 300 km/h durch den Thüringer Wald nach Erfurt rasen. Mit dabei ist auch DB-Personenverkehrsvorstand Berthold Huber. Das Projekt wurde 1991 in Angriff genommen – erst 26 Jahre später kann ein Teil der Strecke tatsächlich in Betrieb gehen.

Verkehrschaos in Bamberg befürchtet

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt

Jahrelange Bauzeiten, Verkehrschaos in der Stadt und viel Lärm fürchten derzeit die Bamberger. Denn auch wenn mit dem Fahrplanwechsel im Dezember die Strecke Nürnberg-Berlin offiziell in Betrieb geht, hat der ICE-Streckenbau durch die Weltkulturerbestadt Bamberg noch nicht einmal begonnen. Die Baumaßnahmen durch Bamberg dürften viele Jahre andauern und rund eine Milliarde Euro kosten. Und auch an den Bestandsstrecken bis nach Fürth stehen noch Arbeiten an.

Milliardenprojekt der Bahn

Das Verkehrsprojekt "Deutsche Einheit Nr. 8" ist Europas größte Bahnbaustelle. Zudem ist der Ausbau der ICE-Strecke von Nürnberg nach Berlin mit Kosten von rund zehn Milliarden Euro Kosten wohl auch eine der teuersten. Die Strecke ist rund 500 Kilometer lang. Die Bahn verspricht, die Fahrzeit von München nach Berlin dann auf unter vier Stunden zu drücken, zwei weniger als bisher.

Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8


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