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Bewerbung aus Hof Schlappentag soll immaterielles Kulturerbe werden

Die Hofer wünschen sich, dass der Schlappentag in die Liste des Immateriellen Kulturerbes Bayern aufgenommen wird. Eine Arbeitsgruppe hat eine entsprechende Bewerbung vorbereitet, die fristgerecht Ende Oktober bei der Unesco eingereicht werden soll.

Stand: 12.10.2017

Der Schlappenkönig Thomas Brecht (mitte, in Uniform) führt die Parade zum Schlappentag in Hof an | Bild: Bayerischer Rundfunk

Die Auszeichnung bekommen laut Unesco lebendige Traditionen, Ausdrucksformen, menschliches Wissen und Können sowie darstellende Künste in aller Welt, die erhalten werden sollen. "Wir sind davon überzeugt, dass der Schlappentag mit seiner Geschichte einmalig ist und sich von normalen Bierfesten unterscheidet", sagte der Pressesprecher der Stadt Hof Rainer Krauß dem Bayerischen Rundfunk.

Bier, Umzug, Handtaschen

Filztaschen zum Schlappentag 2017

"Der Jury geht es darum, dass die Tradition nicht nur auf dem Papier besteht, sondern gelebt wird", so Krauß. Der Hofer Nationalfeiertag würde die Kriterien der Unesco einwandfrei erfüllen: Er habe einen historischen Hintergrund, sei deutschlandweit einmalig und habe sich weiterentwickelt, so Krauß – auch was die Zahl der Besucher angeht. Der Schlappentag war zunächst nur ein Schießtraining gewesen, dann ein Bierfest – im Lauf der Jahre seien immer Neuerungen dazu gekommen, zum Beispiel der Umzug oder das Schlappentagsdenkmal. Inzwischen gebe es ein Schlappentagsbier und extra Handtaschen.

Die Limmersdorfer Tanzlinde

Ende vergangenen Jahres waren in Oberfranken der innerstädtische Erwerbsgemüsebau in Bamberg und das Brunnenfest in Wunsiedel in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden. Dort sind unter anderem auch schon die Genussregion Oberfranken und Limmersdorfer Lindenkirchweih (Lkr. Kulmbach) vertreten.


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