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Stadtgespräch in Wunsiedel Kauft ein Araber die Fichtelgebirgshalle?

Ein arabischer Investor hat offenbar Interesse an der defizitären Fichtelgebirgshalle in Wunsiedel. Ob sich Bürgermeister Karl-Willi Beck (CSU) wirklich in Mailand mit einem Scheich getroffen hat – dazu hält sich die Stadt bedeckt.

Von: Claudia Stern

Stand: 21.09.2017

Fichtelgebirgshalle Wunsiedel | Bild: Touristinformation Wunsiedel

In Wunsiedel ist es Stadtgespräch: Ein reicher arabischer Scheich will angeblich die Fichtelgebirgshalle und das angrenzende Hotel und Restaurant "Wunsiedler Hof" kaufen. Im Rathaus hält man sich dagegen bedeckt. Bestätigt wird lediglich, was längst bekannt ist: Dass Hotel und Halle zum Verkauf stehen und – zumindest das ist neu – dass es Gespräche mit potentiellen Investoren gibt.

Kein Kommentar zum "reichen Scheich"

Es gebe sogar mehr als nur einen Interessenten, so eine Sprecherin der Stadt Wunsiedel auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks. Ob die Geschichte vom reichen Scheich stimmt? Dazu gibt es keinen Kommentar. Auch nicht zu der Frage, ob Bürgermeister Karl-Willi Beck (CSU) tatsächlich für Gespräche mit dem Investoren nach Mailand gereist ist.

Verkauf noch nicht in trockenen Tüchern

In der "Frankenpost" begründete Beck sein Schweigen damit, dass er die Verhandlungen nicht dadurch gefährden wolle, dass er zu früh mit der Geschichte an die Öffentlichkeit geht. Denn, das ist wiederum Fakt: Der Verkauf der defizitären und in die Jahre gekommenen Immobilien ist noch keineswegs in trockenen Tüchern.

Auch stehe ein Abschluss nicht etwa kurz bevor, so die Sprecherin der Stadt. Ob es jemals dazu kommen wird, bezweifelt die Stadtratsfraktion der Aktiven Bürger Wunsiedels (ABW), die auf ihrer Facebook-Seite das Märchen "Des Sultans fantastische Reise auf einem fliegenden Teppich" erzählt.

Wunsiedel ist hochverschuldet

Sollte es aber tatsächlich zu einem Deal mit dem arabischen Investor kommen, ist eine Frage immer noch offen: Was geschieht mit Hotel und Halle? Derzeit verursachen sie pro Jahr mehrere hunderttausend Euro Defizit. Zu viel für die hochverschuldete Stadt Wunsiedel, die sich auch von weiteren Immobilien trennen möchte.

Zur Disposition stehen beispielsweise das Hotelrestaurant "Waldlust" nahe der Luisenburg und möglicherweise auch das ehemalige Bahnhofsgebäude sowie das Ensemble Marktplatz 5 und 7, für die sich die Stadt aber auch um Fördermittel beworben hat.


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Barbara, Freitag, 22.September, 14:15 Uhr

2. Allmählich kommt man sich schon so vor,

wie ein Fremder im eigenen Land.

Otto Normalo, Donnerstag, 21.September, 18:53 Uhr

1. Wohin geht es?

Es ist wohl doch so: Beuteland Deutschland. Da kriegt man es regelrecht mit der Angst.

  • Antwort von Anna, Freitag, 22.September, 10:46 Uhr

    Wenn Sie wüsten, wie viele Wohnungen von Russen, Chinesen usw. gekauft werden, dann bekommen Sie keine Angst, dann haben Sie sie bereits, so wie ich.