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Fränkische Landesgeschichte Neues Institut in Thurnau

Die Forschungen zur fränkischen Landesgeschichte bündeln – das ist eine der Aufgaben des neu gegründeten Instituts in Thurnau (Lkr. Kulmbach). Die Universitäten Bayreuth und Bamberg arbeiten dort in einer gemeinsamen wissenschaftlichen Einrichtung zusammen.

Von: Kristina Kreutzer

Stand: 16.02.2017

Schloss Thurnau mit mehreren Türmen, Bäume und ein See davor. | Bild: picture-alliance/dpa

Vom neuen Institut für fränkische Landesgeschichte im Schloss Thurnau (Lkr. Kulmbach) erhofft sich Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) neue Erkenntnisse zur Entwicklung der Region und zur Geschichte Frankens. Schon nächste Woche findet dort ein Hauptseminar statt.

"Die Stärkung der Landesgeschichte an den Universitäten ist mir ein wichtiges Anliegen. Das neue Institut für Fränkische Landesgeschichte ist dabei ein wichtiges Element."

Bildungs- und Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle (CSU)

Die Präsidenten der beiden Universitäten, Godehard Ruppert (Bamberg) und Stefan Leible (Bayreuth), haben die Kooperation am Donnerstag ganz offiziell besiegelt. Direktor des Instituts ist der Landeshistoriker Martin Ott, der zuvor in Irland und am Historischen Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität München tätig war. Dort hat er sich mit Bayerischer Geschichte beschäftigt. Er wird an beiden oberfränkischen Universitäten auch Lehrveranstaltungen anbieten. Das Institut wird darüber hinaus über zwei wissenschaftliche Mitarbeiter und eine Verwaltungskraft verfügen. Außerdem werden dort mehrere Doktoranden arbeiten.

"Die Universität Bayreuth steht seit jeher für interdisziplinäres Arbeiten. Wir setzen darauf, dass sich unsere Rechtsgeschichtler hier in Thurnau ebenso mit fränkischen Aspekten beschäftigen wie die Germanisten, Musik- und Theaterwissenschaftler, Geowissenschaftler oder Ethnologen."

Präsident der Universität Bayreuth Stefan Leible

Finanzielle Unterstützung

Das neue Institut und die Mitarbeiter finanziert der Freistaat Bayern. Die Oberfrankenstiftung stellt eine Anschubfinanzierung in Höhe von vier Millionen Euro für die kommenden fünf Jahre.

"Die Oberfrankenstiftung unterstützt gerade dieses Vorhaben, weil sie sich der nachhaltigen Förderung von sowohl Kunst und Kultur als auch Forschung und Wissenschaft in Oberfranken verpflichtet hat. Es besteht jetzt eine hervorragende Möglichkeit, den landesgeschichtlichen Sachverstand der ganzen Region in der praktischen Arbeit des Instituts zusammenzuführen."

Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz

Stichwort: Schloss Thurnau

Neben dem neuen Institut für Fränkische Landesgeschichte ist im Schloss Thurnau bereits seit 1977 das Forschungsinstitut für Musiktheater der Universität Bayreuth untergebracht. Außerdem gibt es dort ein Hotel mit Restaurant und 24 Zimmern.

Programmhinweis

  • zur Sendungshomepage Regionalnachrichten Franken von 6.00 bis 18.00 Uhr, jeweils zur halben und zur vollen Stunde, Bayern 1

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