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Rückschlag für Artenschutz in Rehau Flussperlmuschel-Diebe gesucht

Aus den Bächen um Rehau im Landkreis Hof sind in den vergangenen drei Monaten rund 1.500 Flussperlmuscheln verschwunden. Die seltene Muschel ist bundesweit vom Aussterben bedroht. Die Polizei sucht nun die Diebe.

Stand: 06.09.2016

Eine Flussperlmuschel | Bild: picture-alliance/dpa

Der Diebstahl im großen Stil ist ein herber Rückschlag für den Schutz der seltenen Flussperlmuschel in Oberfranken. Seit Jahrzehnten wird in den Bächen rund um Rehau viel getan, um ihren Bestand zu schützen. Denn die Flussperlmuschel ist bundesweit vom Aussterben bedroht. Nur in wenigen sauberen, naturnahen, kühlen und kalkarmen Bächen lebt sie noch.

"In den Gewässern rund um Rehau leben etwa 15.000 Flussperlmuscheln. Ungefähr zehn Prozent des Gesamtbestands sind nun weg."

Verena Bagehorn, Wasserwirtschaftsamt Hof

Motiv für Diebstahl ist unklar

Wissenschaftler auf der Suche nach Flussperlmuscheln

Nun ermittelt die Polizei wegen einer Straftat nach dem Bundesnaturschutzgesetz. Über das Motiv für den Flussperlmuschel-Diebstahl können die Polizei und die Experten vom Wasserwirtschaftsamt Hof nur rätseln. Reich wird der Dieb nämlich sicherlich nicht. Denn nur maximal eine von 2.000 Muscheln erzeugt eine Schmuckperle. Das Züchten der seltenen Lebewesen ist äußerst kompliziert. Und selbst schmecken tun die Flussperlmuscheln nicht.

"Wir vermuten, dass es den Dieben um den Reiz der Schatzsuche ging. Denn etwas anfangen können sie mit den Flussperlmuscheln eigentlich nicht."

Verena Bagehorn, Wasserwirtschaftsamt Hof

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