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Vorteile für Geschäftsflugzeuge Flugplatz Bamberg wird für Instrumentenflug ausgebaut

Der Flugplatz in Bamberg soll für den Instrumentenflug ausgebaut werden. Ziel ist es, dass in Bamberg künftig Geschäftsflugzeuge bei jedem Wetter starten und landen können. Das würde bessere Planbarkeit für die Firmen mit sich bringen.

Von: Carlo Schindhelm

Stand: 10.11.2017

Schild, das auf den Flugplatz Bamberg hinweist und dass das Betreten verboten ist. | Bild: picture-alliance/dpa

Am Flugplatz Bamberg-Breitenau sollen in Zukunft Flugzeuge bei jedem Wetter – und auch bei schlechter Sicht, etwa im Nebel – sicher starten und landen können. Deshalb soll der Sonderlandeplatz für den Instrumentenflugverkehr ausgebaut werden, teilt die Stadt Bamberg mit. Große Firmen wie Brose, deren Mitarbeiter regelmäßig mit dem Flugzeug anreisen, können so die Flüge besser planen.

Hintergrund: Instrumentenflug

Beim Instrumentenflug – umgangssprachlich auch Blindflug – steuert der Pilot sein Flugzeug unabhängig von der Sicht. Er hat nur seine Instrumente an Bord zur Verfügung, wird aber von Fluglotsen am Boden unterstützt. Damit ist das Fliegen auch in Wolken und bei eingeschränkter Sicht – etwa im Nebel – möglich. Der Instrumentenflug macht den Flugverkehr weitgehend vom Wetter unabhängig.

Unterstützung der Stadt

Die Stadt will den Ausbau dieser "für den Wirtschaftsraum wichtigen Infrastruktureinrichtung aktiv unterstützen und setzt dabei auf ein transparentes Verfahren," so Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD). Am 21. November ist eine Informationsveranstaltung für die Bürger im Bamberger Innovations- und Gründerzentrum geplant.

Kombilösung Bamberg-Coburg gefordert

Bereits im September hatte Staatskanzlei-Chef Marcel Huber (CSU) für eine Kombilösung zwischen dem Bamberger Flugplatz und dem Flugplatz auf der Brandensteinsebene in Coburg geworben. In der Region ansässige Unternehmen sollten für den Werksflugverkehr beide Flugplätze nutzen. Außerdem sollten die Flugplätze enger zusammen arbeiten. Der Minister will sich dafür einsetzen, dass der Ausbau "bestmöglich" gefördert wird.

Stärkung des Wirtschaftsstandorts Bamberg

Auch Michael Stoschek, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Brose-Gruppe, hat angekündigt, dass sich Brose an den Kosten für den Ausbau beteiligen wird. In der besseren Planungssicherheit für Werksflüge sieht er eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit am Wirtschaftsstandort Bamberg.

Stichwort: Flugplatz Bamberg

Im vergangenen Jahr gab es auf dem Flugplatz in Bamberg 105 Starts und Landungen durch Flugzeuge im Werksflugverkehr. Von den insgesamt 6.000 Flugbewegungen im Jahr 2016 macht das nur einen kleinen Teil aus.


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Kommentare

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Wolfgang, Sonntag, 12.November, 13:47 Uhr

1. Keine Landungen bei Nebel in Bamberg!

Umgangssprachlich bedeutet Nebel, als Fußgänger keine Sicht, fliegerisch gilt dann es ist aufliegende Bewölkung.

Um dann aber landen zu können ist eine Ausrüstung für CAT IIIC nötig, dafür aber gibt es keine derzeitige Zulassung in Deutschland. Und für CAT IIIb ist eine Mindestsichtweite von 175m nötig und eine Bodensicht aus mindestens 30m/100feet.

Was ginge in Bamberg wäre an wenigen Tagen im Jahr zusätzlich bei niedriger Bewölkung fliegen zu können.

Hinweis, die Flugplätze Bayreuth, Hof und Coburg liegen nicht im Flußtal wie Bamberg dicht am Main......

Ob die interssierten Firmen den wirtschaftlichen Vorteil so groß sehen daß sie das aus eigenen Mittlen finanzieren würden?

( ICE-Neubastrecke, gut an München, Berlin und Leipzig angebunden ist jetzt Bamberg )