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Bilanz Erzbistum Bamberg Mehr Eintritte, weniger Austritte, weitere Sorgen

Im Erzbistum Bamberg ist die Zahl der Taufen und Kirchen-Eintritte 2015 gestiegen. Gleichzeitig sank nach Angaben der Erzdiözese erstmals seit drei Jahren die Zahl der Kirchenaustritte. Sorgen bleiben der Kirche trotzdem. Von Annerose Zuber

Stand: 16.07.2016

Dom St. Peter und St. Georg zu Bamberg | Bild: picture-alliance/dpa

Demnach wurden 2015 im Erzbistum Bamberg 5.241 Austritte registiert, 2014 waren es noch 5.785 gewesen. Das entspricht einem Rückgang von 9,4 Prozent. Trotz dieser Entwicklung sei die Zahl der Katholiken im Erzbistum Bamberg aber erneut um 0,98 Prozent gesunken. Aktuell bekennen sich dort 689.456 Menschen zum katholischen Glauben.

"Die immer noch hohe Zahl der Austritte macht besorgt und nachdenklich, der Rückgang gibt aber auch Anlass zur Hoffnung, dass der Negativtrend gestoppt ist."

Ludwig Schick, Erzbischof von Bamberg

Erfreulich sei auch, so Erzbischof Schick in einer Pressemitteilung des Erzbistums, dass die Zahl der kirchlichen Trauungen nach 2014 erneut gestiegen sei, und zwar um 29 auf 1390. Dagegen stehe die Kirche wegen der sinkenden Zahl der Priester und Hauptamtlichen vor großen Herausforderungen: Die Zahl der im Erzbistum aktiven Priester (Ordens- und Weltpriester) sank von 268 auf 251.

Konzepte für mehr Engagement von Gläubigen

Wichtig sei, dass möglichst viele getaufte Katholiken Verantwortung in den Gemeinden übernehmen und sich "für die Weitergabe des Glaubens, die Feier von Gottesdiensten und die Caritas" engagierten, so Schick. Entsprechende Konzepte würden derzeit in der Bistumsleitung entwickelt. Gute Erfahrungen mache man bereits mit den Beauftragungen für die Wort-Gottes-Feier, mit den ehrenamtlichen Ansprechpartnern und den vielen Gruppen der Ehrenamtlichen.

"Dankbar stellen wir fest, dass das Engagement in den Pfarrgemeinderäten, Kirchenverwaltungen, bei den Ministranten, Musikergruppen und Chören sehr groß ist."

Ludwig Schick, Erzbischof von Bamberg

Laut einer Pressemitteilung lag der Anteil der Gottesdienstbesucher im Erzbistum Bamberg bei 10,9 Prozent. Es sei eine immer wichtiger werdende Aufgabe der Kirche, so Bischof Schick, auch die Kirchenmitglieder zu erreichen, die den Bezug zum Gemeindeleben verloren haben, sich aber innerlich noch zur Kirche zugehörig fühlen. Mit einem Magazin für alle Kirchenmitglieder in gedruckter und digitaler Form will das Erzbistum auch Fernstehende, Interessierte und Suchende ansprechen, die für die Kirche gewonnen werden können.

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  • zur Sendungshomepage Regionalnachrichten Franken von 6.00 bis 18.00 Uhr, jeweils zur halben und zur vollen Stunde, Bayern 1

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