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Landkreis Bayreuth Gefrees distanziert sich von Ehrenbürgerschaften

Die Stadt Gefress im Landkreis Bayreuth will ein klares Zeichen setzen. Sie distanziert sich von ihren früheren nationalsozialistischen Ehrenbürgern.

Stand: 21.03.2017

Akten in einem Archiv (Symbolbild) | Bild: picture-alliance/dpa

Nachdem sich bereits Weidenberg (Lkr. Bayreuth) und Marktschorgast (Lkr. Kulmbach) kürzlich von ihren NS-Ehrenbürgern distanziert hatten, haben auch die Mitarbeiter des Gefreeser Rathauses ihr Archiv durchstöbert, so Bürgermeister Harald Schlegel (SPD). Dabei sei man auf ein Sitzungsprotokoll vom 25. März 1933 gestoßen, wonach Adolf Hitler, Reichspräsident Paul von Hindenburg und der Bayreuther NSDAP-Gauleiter Hans Schemm zu Ehrenbürgern ernannt wurden.

Klares Zeichen setzen

Die Stadt Gefrees wollte die Ehrenbürgerwürde ganz offiziell aberkennen, aber laut der Bayerischen Gemeindeordnung sei das nur zu Lebzeiten möglich. Mit dem Tod erlischt die Auszeichnung automatisch, so Bürgermeister Schlegel.

"Mit der Distanzierung wollen wir ein klares Zeichen setzen, dass wir nach der freiheitlich demokratischen Grundordnung leben."

Harald Schlegel (SPD), Bürgermeister Stadt Gefrees

Deutschlandweit gehen immer wieder Kommunen auf Distanz zu Ehrenbürgern aus der Zeit des Nationalsozialismus. In Bayern sind das etwa das mittelfränkische Schwabach, in Baden-Württemberg Friedrichshafen oder die Stadt Kalkar in Nordrhein-Westfalen.

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