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Mehrheit für die Nachhaltigkeit? Coburger Stadtrat entscheidet über Globe Theater

15 Millionen Euro soll das geplante Globe Theater für Coburg kosten. Zehn Millionen will der Freistaat für den nachhaltigen Bau zuschießen. Nun muss der Stadtrat endgültig entscheiden, welche Interimsspielstätte das Landestheater Coburg bekommen soll.

Von: Heiner Gremer

Stand: 15.02.2018

Landestheater Coburg | Bild: BR-Studio Franken / Markus Klingele

Das historische Gebäude, in dem das Landestheater Coburg untergebracht ist, muss dringend saniert werden. Und auch der Brandschutz genügt den Anforderungen nicht mehr. Deshalb läuft die Betriebserlaubnis für die Spielstätte im Juli 2019 aus. Bis dahin muss eine Interimsspielstätte geschaffen werden. Zur Auswahl stehen drei Varianten: ein Theaterzelt, der Umbau der alten Angerturnhalle und das sogenannte Globe Theater.

Globe war bereits vom Tisch

Welche Interimsspielstätte das Landestheater bekommt und wo sie errichtet werden soll, will der Coburger Stadtrat nun in einer Sondersitzung am Donnerstag (15.02.18) endgültig entscheiden. Das Globe Theater ist ein Vorschlag von zwei Coburger Architekturstudenten. Wegen zu hoher Baukosten war der eigentlich schon aus dem Rennen. Erst als die errechneten Baukosten für den Umbau der Angerturnhalle von sechs auf mehr als zwölf Millionen Euro stiegen, kam die Idee des runden Holztheaters wieder auf den Tisch.

Nachhaltiger Bau statt Abrissvariante?

Das Globe Theater nach dem Vorbild des Shakespeare-Theaters in London will die Stadt am Güterbahnhof verwirklichen. Der Bau könnte nach der etwa fünfjährigen Sanierungszeit des Landestheaters dauerhaft für kulturelle oder gesellschaftliche Veranstaltungen in Coburg genutzt werden – im Gegensatz zu Theaterzelt oder Angerturnhalle, die nach Abschluss der Landestheater-Sanierung abgerissen werden sollen.

Für eine dauerhafte Lösung konnten sich auch die Coburger Unternehmen Brose, Kaeser und HUK begeistern. Sie wollen laut Stadt drei Millionen Euro beisteuern. Das Land Bayern wollte bisher nur die Abrissvarianten mit 75 Prozent fördern. Inzwischen hat der designierte bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) der Stadt allerdings einen Förderfixbetrag in Höhe von zehn Millionen Euro zugesagt.

Stoschek fordert mehr Zeit für Planungen

Nun muss dringend eine Entscheidung her. Denn damit die Interimsspielstätte pünktlich fertig wird, muss bald mit dem Bau begonnen werden. Gegen diesen Zeitdruck wehrt sich jetzt Brose-Geschäftsführer Michael Stoschek. Er plädiert für eine Verlängerung der Betriebserlaubnis für die bisherige Spielstätte um ein Jahr. So hätte man genügend Zeit für Planung und Bau des Ersatztheaters. Ob dies so einfach möglich ist, prüft derzeit die Stadtverwaltung. Auch die Ergebnisse dieser Prüfung sollen ab 13.00 Uhr in der Stadtratssitzung besprochen werden.


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