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Von Osteuropa nach Gefrees Hunderettung in der Casa Animale

Seit gut zehn Jahren gibt es die Casa Animale in Gefrees – einen Schutzhof für Hunde aus Osteuropa. Monat für Monat rettet Gründerin Sabine Seitz zwischen 20 und 40 Tiere vor dem sicheren Tod und vermittelt sie in ein neues Zuhause.

Von: Claudia Stern

Stand: 12.10.2017

Minna ist ein kniehoher, schwarz-weißer Schäferhundmischling. Vor einem halben Jahr hat Sabine Seitz die etwa fünfjährige Hündin aus Rumänien nach Gefrees geholt und in der Casa Animale aufgepäppelt. Jetzt sucht sie eine neue Familie für Minna.

Über Minnas Vorgeschichte weiß Sabine Seitz wenig. Sie weiß aber, welche Tiere in den Tötungsstationen in Osteuropa landen – Straßenhunde, alte und kranke Hunde, Welpen, die keiner will, aber auch schwer misshandelte Tiere.

Neues Leben als Hunderetterin

Sabine Seitz mit Hündin Minna

Mehr als zehn Jahre ist es her, dass Sabine Seitz dieses Leid zum ersten Mal sah. Sie befand sich damals selbst in einer Lebenskrise, hatte ihren Mann verloren. Das Engagement für die Hunde, die eigentlich schon abgeschrieben waren, brachte sie auf einen neuen Weg – auf ihren Weg.

"Das Leben verändert sich total, aber mir gibt das so eine tiefe Zufriedenheit. Und ich gehe jeden Abend – trotz dem ganzen Elend, mit dem man sich befassen muss – wirklich glücklich und zufrieden in mein Bett."

Sabine Seitz

Das Rad muss sich drehen

Stürmische Begrüßung

50 bis 70 Hunde leben durchschnittlich auf dem zehn Hektar großen Schutzhof der Casa Animale in der Nähe von Gefrees (Lkr. Bayreuth). Sabine Seitz kennt sie alle beim Namen. Sie hat den Hunden ihr Leben gewidmet. Dass sie das Richtige tut, erfährt sie jeden Tag aufs Neue, wenn die Hunde sich zur Begrüßung auf sie stürzen.

Doch die meisten von ihnen bleiben nur auf Zeit, werden deutschlandweit weitervermittelt. Das Rad muss sich drehen, sagt Sabine Seitz. Denn nur so kann die Tierschützerin, die einmal im Monat selbst nach Osteuropa fährt, möglichst viele Hunde retten.

"Sie sind halt auch furchtbar dankbar. Also, wenn man diese Häufchen Elend am Anfang auslädt und dann nach ein paar Tagen merkt, wie da neue Lebensgeister erwachen – das ist denn eben das, wofür man es tut."

Sabine Seitz

Finanziert wird die Casa Animale übrigens ausschließlich durch Spenden. Aber auch helfende Hände werden auf dem Hof immer gebraucht.


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