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Großbrand in Sägewerk Katastrophenfall in Schwarzenbach aufgehoben

Ein Sägewerk nahe Schwarzenbach am Wald im Landkreis Hof ist bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Derzeit besteht Einsturzgefahr. Brandfahnder und LKA-Mitarbeiter sind vor Ort. Die Brandursache ist nach wie vor unklar.

Stand: 24.08.2015

Die Spurensuche wird wohl Tage dauern, so die Polizei. Auch zur Höhe des Schadens sind noch keine genauen Angaben möglich. Die Feuerwehr hält nach wie vor Brandwache. Der ausgerufene Katastrophenfall wurde am Montagmittag (24.08.15) aufgehoben.

Aufräumarbeiten beginnen

Rund 700 Einsatzkräfte kämpften rund 24 Stunden gegen das Feuer. Es war in der Nacht zum Sonntag (23.08.15) aus noch ungeklärter Ursache ausgebrochen. Noch am späten Sonntagabend hielten einzelne Glutnester die Feuerwehrleute auf Trab.

"Alle sind an ihre Grenzen gegangen und haben so noch größeren Schaden abgewendet. Wir sind stolz, solche Menschen im Landkreis zu haben. Ausdrücklich möchte ich mich auch bei den Feuerwehren aus den benachbarten Landkreisen bedanken, die uns unterstützt haben."

Oliver Bär (CSU), Hofer Landrat

Der Schwerpunkt der Arbeiten liegt nun bei den Aufräum- und Nachlöscharbeiten.

Akute Einsturzgefahr

Bei dem Inferno war der Komplex an aneinandergereihten Lager- und Werkshallen auf dem Areal des Sägewerks komplett vernichtet worden: Die Firmengebäude brannten bis auf die Grundmauern nieder. Ein Wohnhaus blieb von den Flammen verschont. Wegen der akuten Einsturzgefahr konnten die Brandfahnder die Brandruine bislang nicht betreten.

Die Brandstelle erstreckt sich auf eine Länge von mehreren hundert Metern entlang der Staatsstraße 2211. Ein Übergreifen der Flammen auf eine abgesetzte Werkstatt sowie auf ein Verwaltungsgebäude und ein weiteres Holzlager konnten die Einsatzkräfte verhindern. Ein Autofahrer hatte laut Polizei am Samstag gegen 23.00 Uhr die Flammen in einer der Lagerhallen für Holz bemerkt. Der Mann alarmierte den Eigentümer und die Feuerwehr.

Wald in Flammen

Als die Feuerwehr eintraf, brannte die etwa 50 Meter lange Halle bereits komplett. Die Flammen griffen rasch auf benachbarte Gebäude über. Aufgrund des enormen Funkenfluges fing auch der unmittelbar angrenzende Wald Feuer.

Katastrophenfall ausgelöst

Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, Rettungsdienste und Polizei waren mit insgesamt bis zu 700 Kräften vor Ort. Drei Polizeihubschrauber mit Löschwasserbehältern unterstützten die Feuerwehren bei den Löscharbeiten. Eine Hubschrauberbesatzung machte sich außerdem mit einer Wärmebildkamera auf die Suche nach weiteren Glutnestern. Der Landkreis Hof löste vorübergehend den Katastrophenfall aus. Die Kripo ermittelt.

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Verletzt wurde niemand. Der Besitzer des Sägewerks musste wegen eines Schocks behandelt werden. Die Staatsstraße 2211 zwischen Schwarzenbach am Wald und der Einmündung zur Bundesstraße B173 wird auch nach den Löscharbeiten für längere Zeit gesperrt bleiben.


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