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Disko-Brand in Bayreuth Pyrotechnik als Brandursache

Nach dem Diskobrand in Bayreuth haben die Brandfahnder der Kripo die Arbeiten mit Pyrotechnik als Brandursache bestätigt. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Brandstiftung.

Von: Claudia Stern, Kristina Kreutzer und Kristina Kreutzer

Stand: 12.05.2017

Das sagte ein Sprecher der Polizei auf Nachfrage des Bayerischen Rundfunks. Wie genau es zu dem Brand gekommen ist, sei noch nicht abschließend geklärt.

Sachschaden rund eine Million Euro

Der Sachschaden lässt sich inzwischen konkreter auf rund eine Million Euro beziffern. Die Zahl von zehn Verletzten, die wegen Rauchgasvergiftung behandelt werden musste, habe sich nach aktuellem Stand nicht mehr erhöht.

Nach aktuellem Stand wurden zehn Menschen leicht verletzt. Sie alle erlitten Rauchgasvergiftungen. Zunächst wurden nur zwei Männer leicht verletzt, die an der Pyrotechnik für eine Abendveranstaltung in der Diskothek gearbeitet hatten. Dann kamen Anwohner, Passanten und ein Feuerwehrmann dazu.

Löscharbeiten die ganze Nacht durch

Rund 400 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Rotem Kreuz und THW waren vor Ort. Die Feuerwehr war die ganze Nacht durch mit den Löscharbeiten beschäftigt, erst gegen 8.15 Uhr am Freitagmorgen (12.05.17) ist die Feuerwehr abgerückt. Die Polizei hat danach das Gelände rund um die Brandstelle abgesperrt. Die Badstraße und das restliche Gebiet rund um die "Rosenau" sind inzwischen wieder für den Verkehr freigegeben.

Geplante Veranstaltung muss umziehen

Am Freitagabend sollte in der "Rosenau" eigentlich eine große Veranstaltung mit der bekannten Musikgruppe "Snap" aus den 1990er-Jahren stattfinden. Schon am Donnerstagabend war auf der Facebook-Seite des Herzogkeller-Wirts Sandro D'Ambrogio zu lesen, dass er den Herzogkeller als Veranstaltungsort zur Verfügung stellen wird. Das hat er dem Bayerischen Rundfunk inzwischen offiziell bestätigt.

Rauchschwaden über der Stadt

Das Feuer in der Diskothek war am Donnerstagnachmittag gegen 16.00 Uhr ausgebrochen. Die Rauchentwicklung über der gesamten Stadt war sehr groß. Sogar in weit entfernten Orten im Landkreis konnte man die Rauchschwaden am Himmel sehen.

Katastrophenalarm ausgerufen

Am Donnerstagabend um kurz vor 19.00 Uhr wurde von den Verantwortlichen der Stadt Bayreuth der Katastrophenfall ausgerufen. Oberfrankenhalle und Sportzentrum wurden vorsorglich als Übernachtungsmöglichkeit für Anwohner vorbereitet. Zunächst war unklar, ob bei dem Brand giftige Dämpfe ausgetreten sind.

Deshalb sollten Bewohner des umliegenden Stadtviertels Türen und Fenster geschlossen halten. Die Luftqualität erreichte aber keine kritische Qualität, so ein Sprecher der Stadt Bayreuth – deshalb wurde der Katastrophenalarm am Freitagmorgen (gegen 05.15 Uhr) aufgehoben. Eine Evakuierung war nicht nötig.

Hoher Schaden

Das benachbarte Restaurant "Wiegner" ist durch Löschwasser und Rauch in Mitleidenschaft gezogen worden und ist vorerst geschlossen. Unmittelbar rechts vom Eingang der "Rosenau" befindet sich ebenfalls ein Lokal, das erst vor wenigen Tagen als Bar "Zum Kater" neu eröffnet hatte. Auch dort gibt es Probleme, vor allem mit dem Löschwasser. Der Gebäudekomplex, der früher ein "Tanzsaal" war, stammt aus den 20er Jahren.


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