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Treffen in Bamberg Bischöfe beraten über Sakramente für Wiederverheiratete

Die bayerischen Bischöfe treffen sich in Bamberg zur Frühjahrsvollversammlung der Freisinger Bischofskonferenz. Spannend dürfte dabei werden, wie die Kirchenoberhäupter etwa mit den Sakramenten für Wiederheiratete umgehen.

Stand: 21.03.2017

Bischöfe und Kardinäle besuchen die Synode über die Familie von Franziskus führte in der Synodenhalle im Vatikan | Bild: Reuters (RNSP)

Unter dem Vorsitz des Erzbischofs von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, findet in Bamberg bis Donnerstag (23.03.17) die Frühjahrsvollversammlung der Freisinger Bischofskonferenz statt. Themen der Beratungen im Bistumshaus St. Otto in Bamberg sind unter anderem Ökumene, Migration, Jugendarbeit sowie die katholische Hochschullandschaft in Bayern.

Mehr Spielraum vom Papst

Interessant ist aktuell unter anderem aber, wie die einzelnen Bistümer im Freistaat mit dem Papier der Deutschen Bischofskonferenz umgehen. Darin wird wiederverheirateten Geschiedenen die Möglichkeit gegeben, die Sakramente zu empfangen. Bislang sind Katholiken, die zum zweiten Mal heiraten, von der Kommunion ausgeschlossen. Die Umsetzung läuft in den einzelnen Bayerischen Bistümern noch sehr unterschiedlich ab. Der Papst hatte, nach zwei Bischofssynoden in Rom, in dem Schreiben "Amoris Laetitia" den Ortskirchen mehr Spielraum in seelsorgerlichen Entscheidungen gegeben.

Treffen seit 1848

Am Mittwochabend feiern die Bischöfe der sieben bayerischen Bistümer ein Pontifikalamt im Bamberger Dom. Hauptzelebrant ist Erzbischof Kardinal Marx. Die Bevölkerung ist dazu eingeladen.

Die Bischöfe der Erzdiözesen München und Bamberg sowie der Diözesen Augsburg, Eichstätt, Passau, Würzburg und Regensburg tagen immer im Herbst in Freising und im Frühjahr in einem der sieben bayerischen Bistümer. Die Freisinger Bischofskonferenz, die auch als Bayerische Bischofskonferenz bekannt ist, findet bereits seit 1848 statt.


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Kommentare

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Barbara, Dienstag, 21.März, 13:58 Uhr

6. "Amoris laetitia" ist im Licht der Tradition zu interpretieren:

Die Ehe ist kein Ideal, sondern ein Gebot (6. Gebot, du sollst nicht ehebrechen!) Johannes Paul II. hat eindeutig bekräftigt, daß wiederverheiratete Geschiedene nicht zum eucharistischen Mahl zugelassen werden können: "Diejenigen wiederverheiratet Geschiedenen sind nur dann zu den Sakramenten zugelassen, wenn sie sich verpflichten, völlig enthaltsam zu leben, das heißt, sich der Akte zu enthalten, welche den Eheleuten vorbehalten sind." Dies setzt eine vorherige Beichte und nachhaltige Umkehr voraus!

  • Antwort von websaurier, Dienstag, 21.März, 16:11 Uhr


    "Gott sei Dank", dass ich Atheist bin...
    ;-)

  • Antwort von Barbara, Dienstag, 21.März, 16:43 Uhr

    Jetzt haben Sie aber den Kardinalfehler Ihres Lebens gemacht, denn Sie danken Gott und gleichzeitig verleugnen Sie ihn, weil Sie behaupten, daß Sie "Atheist" sind! Wenn Sie "Atheist" sein wollen, dann können Sie dem Herrgott gar nicht danken, denn Sie leugnen doch, daß es einen Gott gibt! Auf welcher "Atheisten-Schule" haben Sie das Denken gelernt?

  • Antwort von websaurier, Dienstag, 21.März, 17:23 Uhr


    Bravo!
    Ich war gespannt, wer es als Erste/Erster merkt....
    Deshalb auch das Augenzwinkern.

AFDlerin, Dienstag, 21.März, 11:27 Uhr

5. Die Kommunion ist das Symbol der Aufopferung für den anderen

Bricht eine Ehe auseinander, verliert sich auch der christliche Sinn der Ehe. Denn Ehe bedeutet nun einmal gegenseitiges Geben. Darum ist es richtig, Geschiedene von der Kommunion auszuschließen. Wer sich scheidet, handelt nicht im Sinne Christi. Da gibt es nichts zu rütteln. De facto ist diese Frage ziemlich egal, da die meisten ohnehin nicht mehr den Sinn des Christentums verstehen. Der Pfarrer reicht in aller Regel auch dem Geschiedenen die Kommunion. Nur ist es nicht richtig, die ehe ideell noch mehr abzuwerten. Für Staat und Kirche ist die Familie nicht mehr die Basis der Gesellschaft. Das Geben ist nicht mehr Lebensinhalt. Die Basis ist irgendeine diffuse "uns-steht-alles-zu"Ideologie, die man dann als Inbegriff der Demokratie verkauft. Oder?

  • Antwort von thorie, Dienstag, 21.März, 11:38 Uhr

    aber das ein uneheliches kind , kirchlich geschützt, einem doktrieren darf, wie man zu leben hat, findest du toll!!!!
    klasse !

  • Antwort von Kirchenkritiker, Dienstag, 21.März, 13:42 Uhr

    @ thorie
    100% Zustimmung !

  • Antwort von E.K., Dienstag, 21.März, 16:47 Uhr

    AFDlerin
    Die meisten verstehen das Christentum nicht mehr ?
    Sie wollen uns das Christentum erklären. Dann erklären sie mir mal, wie sie ihren Glauben in Bezug zur Nächstenliebe sehen.
    Ihre Kommentare, die fast täglich in Zusammenhang mit der Flüchtlingsproblematik beim BR24 erscheinen,
    sprechen eine andere Sprache.
    Heißt es nicht auch, liebe deinen Nächsten, oder habe ich da etwas falsch in Erinnerung ?

  • Antwort von AFDlerin, Mittwoch, 22.März, 17:58 Uhr

    @E.K. Liebe gilt auch abstrakt. Es gibt z.B. auch eine Liebe zum Gemeinwohl. Wer aus Eitelkeit und Selbstgefallen uneingeschränkt für "Flüchtlinge" ist, liebt Flüchtlinge nicht, sondern nur sich selbst. Er liebt seine eigene Ideologie, nicht aber die Menschen. Würde er die Menschen wirklich lieben, müsste er erkennen, dass ein nicht reguliertes Multikulti den Sozialstaat letztlich vernichtet! Das hat dann mit Christentum wenig zu tun, sondern mehr mit dem ewig scheiternden Sozialismus Ewiggestriger. Oder erklärt mir mal, wieso so viele abgelehnte Asylbewerber nicht abgeschoben werden. Ach ja und die "Gabe"? Nehmen Sie Asylbewerber bei sich auf? Nein. Zahlen tun die anderen. Das ist aber nicht Christentum. Christentum heißt Eigenopfer!

Katholik, Dienstag, 21.März, 11:16 Uhr

4. Hirnloser Modernismus von wurzellosen 68ern!

Katholische Ehe heißt: Keine Scheidung möglich, es sei denn, es liegen ganz gravierende Gründe vor. Ich halte nichts von der Aufweichung eigener Positionen. Wo soll das hinführen? In die postmoderne Beliebigkeit debiler Alt-68er? Welchen Sinn soll es haben, wenn Leute, die den ewigen Bund auflösen wollen, einen neuen ewigen Bund schließen? Rein theologisch betrachtet ist das widersinnig. Da reicht auch eine staatliche Ehe. Oder?

A propos: Es handelt sich in den meisten Fällen so und so nur noch um Ehefolklore. Oder glaubt Ihr, dass das Weiß der Braut die Jungfräulichkeit widerspiegelt?

  • Antwort von thorie, Dienstag, 21.März, 11:34 Uhr

    @katholik
    zitat von dir:....Rein theologisch betrachtet ist das widersinnig......

    und du findest das diie theologie nicht widersinnig ist????

  • Antwort von Katholik, tatsächlich ?, Dienstag, 21.März, 11:42 Uhr

    In die postmoderne Beliebigkeit debiler Alt-68er?

    Katholik, die Probleme ihrer Kirche den 68ern anlasten zu wollen ist nur noch komisch und
    lässt mich an ihrem Wissensstand zweifeln.

    Dann noch die Aussage debil !
    Solche Kommentare fallen immer auf den Urheber zurück !

  • Antwort von Katholik , Mittwoch, 22.März, 17:50 Uhr

    @Katholik tatsächlich? Ach ja und seit wann, bekommen denn die Deutschen kaum noch Kinder? Ja eben, seit der 68er-Generation. Schauen Sie sich doch die Bevölkerungspyramide an. In den 70ern wurde die Ehe als Modell für den Staat zerstört.

Schmidt, Dienstag, 21.März, 10:32 Uhr

3. Kommunion

Ich habe es mal ausprobiert. Es ist nix passiert. Ich bin auch aus der Kirche ausgetreten und trotz den vermeintlichen Konsequenzen ist immer noch nichts passiert. Ich lasse mir sowieso ungern von alten Männern in Kleidern die keine Ahnung von Familie und Frauen haben Vorschriften machen.

  • Antwort von Stefan, Donnerstag, 23.März, 12:53 Uhr

    Hahahaha....
    Ich auch!

    Ich hab neulich meine Oma in die Kirche begleitet. Ich war so hungrig.... Da hab ich mich einfach mit angestellt bei der Obladenvergabe...

thorie, Dienstag, 21.März, 10:29 Uhr

2. die beschlüsse der alten herren

werden vermutlich belegen, wie weltfremd die sind!

wer 2x heiratet wird kirchlich geächtet!

pastoraler missbrauch von jugendlichen und kindern führt zur versetzung irgendwoanders hin!

  • Antwort von Kichenkritiker, Dienstag, 21.März, 10:39 Uhr

    @ thorie
    100 % Zustimmung.
    Dachte nicht, dass sie mal einen Kommentar bringen, wo ich zustimmen kann.

  • Antwort von wm, Dienstag, 21.März, 10:59 Uhr

    @Thorie

    "wir sind alle kleine sünderlein,
    's war immer so,'s war immer so,
    der herrgott wird es uns bestimmt verzeih'n,
    denn warum sollten wir auf erden
    schon lauter kleine englein werden........."

  • Antwort von thorie, Dienstag, 21.März, 11:07 Uhr

    so kann man sich irren!^^

    nicht alles was von der "faschen seite kommt" ist zwangsläufig falsch!
    gratulation dafür!^^

  • Antwort von thorie, Dienstag, 21.März, 11:17 Uhr

    @kirchenkritiker

    P.S. lass das aber net truderinger lesen, der ist da nicht so offen wie du!

  • Antwort von thorie, Dienstag, 21.März, 11:21 Uhr

    @wm
    wieso???!!!
    was hast du auf dem kerbholz???^^