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BAT in Bayreuth Weitere Protestaktionen geplant

Einen Monat nach der Ankündigung des massiven Stellenabbaus beim Zigarettenhersteller British American Tobacco (BAT) am Standort Bayreuth, gehen die Verhandlungen voran. Trotzdem: Die Arbeitnehmervertreter wollen Druck aufbauen.

Stand: 11.08.2016

Kundgebung bei BAT in Bayreuth | Bild: BR-Studio Franken/Markus Feulner

Inhaltlich sei man bei einigen Knackpunkten zwar noch weit auseinander, heißt es von Seiten des Betriebsrats und der Gewerkschaft, die Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung sei aber konstruktiv. Trotzdem wollen die Arbeitnehmervertreter bis zum Abschluss der Verhandlungen Ende August ihren Forderungen Nachdruck verleihen. Dazu sind in den kommenden Wochen verschiedene Aktionen geplant.

Größter privater Arbeitgeber geht

Am 14. Juli hatte BAT bekanntgegeben, die Produktion am größten BAT-Standort in Bayreuth u.a. wegen des Rückgangs des Tabakkonsums weitgehend einstellen zu wollen. 950 der 1.4000 Stellen sollen abgebaut werden. Aufgrund der hohen Produktionskosten in Deutschland sei vorgesehen, die bisher in Bayreuth hergestellten Zigaretten bis Mitte 2018 an die British American Tabacco-Fabriken in Polen, Ungarn, Rumänien und Kroatien zu übertragen. Die Stadt Bayreuth verliert damit ihren größten privaten Arbeitgeber und größten Gewerbesteuerzahler.

Bei den derzeit laufenden Verhandlungen geht es um Abfindungen, die Gründung einer Transfergesellschaft mit Weiterbildungsmaßnahmen für betroffene Mitarbeiter, die Garantie, dass die Azubis ihre Ausbildung beenden können und Regelungen zum vorgezogenen Ruhestand.


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