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Urteil im Bamberger Mordprozess Achteinhalb Jahre Haft wegen Totschlags

Weil er einen anderen Mann erstochen hat, muss ein 36-jähriger Bamberger acht Jahre und sechs Monate ins Gefängnis. Das Landgericht Bamberg hat ihn unter anderem wegen Totschlags verurteilt.

Von: Heiner Gremer

Stand: 05.10.2016

Mordprozess vor dem Landgericht Bamberg | Bild: BR-Studio Franken/Heiner Gremer

Der Mann hatte im Sommer 2015 einen 35 Jahre alten Mieter im Treppenhaus des Wohn- und Geschäftshauses seiner Eltern niedergestochen. Vorangegangen war ein Streit einige Tage zuvor.

Keine Zeugen bei Tötung

Während die Verteidigung das Geschehen im Sommer 2015 als Notwehr bezeichnete, sah die Staatsanwaltschaft darin einen mit Heimtücke begangenen Mord. Dem stimmte das Gericht aber nicht zu. Die Richter sahen die Tatbestände nicht als gegeben an, zumal es für das Tötungsdelikt selbst keinerlei Zeugen gab.

Angeklagter bereits bekannt

Stattdessen klärte die Kammer die Indizien im Umfeld und dabei auch weitere Übergriffe des Angeklagten werten. Der Verurteilte hatte bereits 2014 auf einer Kirchweih einen Mann mit einem Messer angegriffen und verletzt.

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