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Informations- und Erlebniszentrum bei Rehau Artenschutz dank "Arte Noah"

Für 15 Millionen Euro soll an der oberfränkisch-tschechischen Grenze eine "Arte Noah" entstehen. Das Erlebniszentrum für Artenvielfalt soll rund 80.000 Besucher im Jahr anlocken.

Von: Annerose Zuber

Stand: 03.01.2017

Rehaus Bürgermeister Michael Abraham zeigt den Standort der "Arte Noah" | Bild: BR-Studio Franken / Annerose Zuber

Artenvielfalt erleben sollen die Besucher der "Arte Noah"in Neuhausen bei Rehau. Deshalb will das Erlebniszentrum nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit vielen Mitmach-Stationen Lust machen auf Entdeckungen und Aha-Erlebnisse. Im ersten Konzept-Entwurf stolziert zum Beispiel ein ganz normales Haushuhn auf einem riesigen Laufsteg durch die Ausstellung.

"Wir wollen das, was man in der Natur sieht und oftmals als nicht so spektakulär empfindet, mit Medien so interessant machen, dass wir dadurch Wertschätzung erzeugen. Das ist der Haupt-Job dieses Zentrums."

Raimund Böhringer, Planer der 'Arte Noah'

Herausragende Artenvielfalt am "Grünen Band"

Vorbilder für die "Arte Noah" sind zum Beispiel das vielbesuchte Haus der Berge in Berchtesgaden oder das Erlebniszentrum "Naturgewalten" auf Sylt. Geboren wurde die Idee im Rathaus von Rehau. Für Bürgermeister Michael Abraham (CSU) gibt es für das Artenvielfalt-Zentrum in ganz Deutschland nur einen logischen Standort – im Rehauer Ortsteil Neuhausen. Denn am Grünen  Band – dem ehemaligen Grenzstreifen zwischen Ost und West – tummeln sich Tiere und Pflanzen, die andernorts in Europa teilweise ausgerottet sind.

"Wenn man nach Neuhausen reinfährt, ist das wie eine Zeitreise. Man fährt durch eine Allee, wie sie in den 1950er- und 1960er-Jahren üblich war. Und diese Allee ist unverändert, seit 70 Jahren. Genau das macht diesen Standort aus, dass wir hier mitten im 'Grünen Band' sind, wo die Natur sich selbst überlassen war."

Michael Abraham (CSU), Bürgermeister Rehau

Architektenwettbewerb bis Mai

Wie die "Arte Noah" aussehen wird, soll ein Architektenwettbewerb ergeben. Rund 60 Büros aus ganz Deutschland und halb Europa haben sich um den Auftrag beworben. Der preisgekrönte Gebäude-Entwurf soll im Mai feststehen und neben dem ausgeklügelten Ausstellungskonzept bundesweit für Aufmerksamkeit sorgen.

Und auch das 70-Einwohner-Dorf Neuhausen soll durch das Erlebniszentrum aufgewertet werden. Der Baubeginn ist für 2018 geplant, voraussichtlich 2020 soll die "Arte Noah" dann die ersten Besucher begeistern.

Das "Grüne Band" in Bildern

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Strätker, Donnerstag, 21.September, 00:02 Uhr

1.

Ich bin dagegen, denn wir wohnen gleich daneben, wo die Arche Noah entstehen soll und durch Touristen wird unsere Lebensqualität bedroht. Außerdem wird das Grüne Band zerstört. Ich werde mich dagegen wehren und bis an das oberste Gericht gehen, um dieses Vorhaben zu verhindern.