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Arbeitsmarkt Oberfranken Arbeitsmarkt in Hof wird Politikum

Erwartungsgemäß und saisonüblich ist die Zahl der Arbeitslosen in Oberfranken im August gestiegen. Außerdem hat Oberfranken den höchsten Anstieg von arbeitslosen Flüchtlingen zu verzeichnen. Besonders betroffen: die Stadt Hof.

Von: Oliver Tubenauer

Stand: 31.08.2017

Symbolbild: Das Wappen von Oberfranken, Bayernkarte | Bild: BR, Montage: BR

Im August waren  21.262 Menschen in Oberfranken arbeitslos gemeldet, 1.637 mehr als im Juli. Das teilt die Bundesagentur für Arbeit mit. Die Arbeitslosenquote stieg damit um 0,3 Punkte auf 3,6 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie aber noch bei 3,8 Prozent gelegen. Christian Bockes, Mitglied der Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern, zeichnet insofern auch ein positives Bild vom oberfränkischen Arbeitsmarkt. Zumal im Regierungsbezirk dank der guten Wirtschaftslage ein kräftiger Zuwachs an gemeldeten Arbeitsstellen zu verzeichnen ist. Mit über 13.400 offenen Stellen hat die Nachfrage nach Arbeitskräften bei den oberfränkischen Arbeitsagenturen binnen eines Jahres um 26 Prozent zugenommen.

Demografischer Wandel weiterhin Thema

Deutlich spürbar ist in Oberfranken der demografische Wandel: Der Anteil der über 55-jährigen ist dort mit über 25 Prozent am höchsten in Bayern. Der Anteil ausländischer Arbeitsloser ist dagegen mit 18 Prozent bayernweit am niedrigsten. Durchschnittlich liegt der Anteil im Freistaat bei 28,4 Prozent. Allerdings hat Oberfranken den höchsten Anstieg von arbeitslosen Flüchtlingen zu verzeichnen. Er stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat  um 35,8 Prozent.

Region Hof Thema in der Politik

Das macht sich derzeit besonders in der Stadt Hof bemerkbar. Binnen kürzester Zeit seien sehr viele Flüchtlinge aus anderen Regierungsbezirken und aus dem Umland nach Hof gekommen, erklärt Bockes. Ein Problem, das mittlerweile auch von Politikern aus der Region Hof thematisiert wurde. Denn mit einer Arbeitslosenquote von 7,2 Prozent hat die Stadt Hof den schlechtesten Wert im Freistaat aufzuweisen. Es ist der einzige bayerische Agenturbezirk, der auch im Vergleich zum Vorjahr eine schlechtere Quote aufzuweisen hat, sie lag im August 2016 noch bei 7,1 Prozent. Aktueller Spitzenreiter in Oberfranken bleibt der Landkreis Bamberg mit einer Arbeitslosenquote von 2,3 Prozent.


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