Oberfranken

Bundeswehr Hofer-Kaserne wird umbenannt

Die nach einem Wehrmachtsgeneral benannte General-Hüttner-Kaserne in Hof wird im Frühjahr einen neuen Namen bekommen. Beim Neujahrsempfang am Dienstag (22.01.13) wurde bekannt, dass sie künftig "Oberfranken-Kaserne" heißen soll.

Stand: 23.01.2013
Kaserne in Hof | Bild: dapd

Hof ist der einzig verbliebene Bundeswehr-Standort in Oberfranken. Mit dem neuen Namenszug soll das zum Ausdruck gebracht werden, erklärte der Standortälteste Oberst Norbert Reineke beim Neujahrsempfang am Dienstag in der Hofer Kaserne. Noch im Frühjahr sollen die bisherigen Namensschilder des umstrittenen Wehrmachts-Generals Hans Hüttner verschwinden, so Reineke.

Umstrittener Wehrmachts-General

Die General-Hüttner-Kaserne in Hof wird im Frühjahr umbenannt.

Die Hofer Kaserne war 1985 nach dem Wehrmachts-General Hans Hüttner benannt worden. Aufgrund öffentlicher Treue-Bezeugungen Hüttners auf Hitler hatte die Namensgebung immer wieder zu Diskussionen geführt. Nach fast 30 Jahren wird der Standortname nun durch das neutrale "Oberfranken-Kaserne" ersetzt. Dafür habe sich die Bundeswehr-Truppe mit großer Mehrheit ausgesprochen, erklärte Oberst Reineke.

Keine Details zur Namensänderung

Der aus Geroldsgrün im Frankenwald stammende General Hüttner hatte ursprünglich den Beruf des Maurers gelernt und war aufgrund seiner Tapferkeit nach dem Ersten Weltkrieg zum Offizier befördert worden. Zu weiteren Details seiner Karriere im Dritten Reich wollte sich die Bundeswehr mit Blick auf das laufende Namensänderungsverfahren bislang nicht äußern.

Von Bundeswehrreform profitiert

Schon bald soll der Bundeswehr-Standort in Hof "Oberfranken-Kaserne" heißen.

Derzeit sind am Bundeswehr-Standort Hof rund 550 militärische und zivile Mitarbeiter beschäftigt. Vor einem Jahr waren es noch 100 weniger, doch die Bundeswehrreform hat den oberfränkischen Standort deutlich gestärkt. Profitiert hat vor allem auch die "Zentrale Untersuchungsstelle für Technische Aufklärung", die am Standort in Hof untergebracht ist. Mathematiker und Ingenieure erforschen und entwickeln dort neue Aufklärungs- und Überwachungstechnik. Diese verbessert die Sicherheit deutscher Soldaten in Afghanistan und bei anderen Auslandseinsätzen.

Aus- und Weiterbildung in Hof

Außerdem ist in Hof eine "Zivile Aus- und Weiterbildungseinheit" stationiert. Hier werden Zeitsoldaten aus ganz Deutschland in "einsatzrelevanten Berufen" aus- und weitergebildet. Die Palette reicht vom IT-Spezialisten, über Kfz-Meister bis zum Veterinär, erklärte Oberst Reineke beim Neujahrsempfang.


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