Oberfranken

Trauer in Bayreuth Uni-Präsident Bormann ist tot

Der Präsident der Universität Bayreuth, der Physiker Rüdiger Bormann, ist am gestrigen Sonntag bei einem Unfall in Köln ums Leben gekommen. Er wurde beim Joggen von einer Straßenbahn erfasst.

Stand: 14.01.2013

Der 60-Jährige wurde am Sonntag (13.01.13) in Köln beim Joggen von einer Trambahn überfahren und erlitt dabei tödliche Verletzungen. Nach Angaben der Polizei hatte Rüdiger Bormann zusammen mit seiner Lebensgefährtin an der Rheinpromenade die Schienen überquert. In diesem Moment kam die Stadtbahn angefahren und erfasste den 60-Jährigen. Anscheinend hatte er zuvor eine rote Ampel übersehen.

Lebensgefährtin unter Schock

Der Bahnfahrer konnte seinen Zug nicht mehr rechtzeitig stoppen. Die Lebensgefährtin Bormanns, zwei Fahrgäste und der Bahnfahrer mussten mit einem Schock ins Krankenhaus gebracht werden. Für Rüdiger Bormann kam jede Hilfe zu spät. Der Fahrer einer entgegenkommenden Bahn beobachtete den Unfall und begab sich selbst in ärztliche Behandlung, so die Kölner Polizei.

Trauer in Bayreuth und München

Die Universität Bayreuth, die Stadt Bayreuth und auch die Staatsregierung trauern um den toten Uni-Chef. An den Gebäuden der Universität wurde nach der tragischen Nachricht Trauerbeflaggung gehisst. Eine Gedenkveranstaltung ist in Planung. In einer schriftlichen Erklärung hob die Uni die Erfolge Bormanns hervor. Als Präsident habe sich der 60-Jährige mit Nachdruck für neue strategische Allianzen mit anderen Hochschulen eingesetzt.

Auch der bayerische Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) zeigt sich tief betroffen vom Tod Bormanns. Ganz Bayern verliere einen hochgeschätzen Universitäts-Präsidenten, so Heubisch.

Reaktionen auf den Tod Rüdiger Bormanns

Universität Bayreuth

"Wir sind sehr traurig über den Verlust. Er wird uns in unserem Team, das durch großes gegenseitiges Vertrauen geprägt ist, sehr fehlen." Markus Zanner, Kanzler der Universität Bayreuth

Stadt Bayreuth

"Die Universitätsstadt Bayreuth verliert mit Professor Bormann einen ihrer herausragendsten und profiliertesten Vertreter. Als Universitätspräsident hat Professor Bormann für die noch junge Bayreuther Hochschule ohne Frage Bleibendes geleistet." Brigitte Merk-Erbe (Bayreuther Gemeinschaft), Oberbürgermeisterin Bayreuth

Staatsregierung

"Mit Rüdiger Bormann verliert nicht nur die Universität Bayreuth, sondern ganz Bayern einen dynamischen und hoch geschätzten Universitätspräsidenten. Er hat maßgebliche Impulse für hochschulpolitische Grundsatzfragen gegeben und war mir auch persönlich stets ein wertvoller Gesprächspartner." Wolfgang Heubisch (FDP), bayerischer Wissenschaftsminister

Durch Guttenberg-Affäre bekannt

Bundesweit bekannt wurde Bormann, als er ab März 2011 in Zusammenhang mit der Plagiatsaffäre um die Doktorarbeit des damaligen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg in den Medien auftrat.

Bormann studierte in Göttingen Physik. Der gebürtige Bremer war seit 2009 Präsident der Universität Bayreuth.


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