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Bayreuther Festspiele Ehrung für treue Festspiel-Mitwirkende

Die Stadt Bayreuth ehrt auch dieses Jahr langjährige Mitwirkende der Wagner-Festspiele für ihre Treue. Zum Dank erhalten sie Medaillen, Stahlstiche und das sogenannte "Bayreuther Eichala". 2013 steht auch ein 30. Jubiläum an.

Stand: 13.08.2013
Richard-Wagner-Medaille: Mit ihr werden langjährige Mitwirkende geehrt | Bild: picture-alliance/dpa

Masken- und Kostümbildner, Chorsänger, Musiker, Techniker, Bühnenarbeiter, Sänger, Statisten und Beleuchter – seit vielen Jahren ist es in Bayreuth Brauch, dass Mitwirkende, die sich seit fünf oder mehr Jahren auf oder hinter der Bühne der Wagner Festspiele engagieren, geehrt werden. Dabei ist es egal, ob sie auf der Bühne stehen oder im Hintergrund der Festspiele aktiv sind. In diesem Jahr erhielten rund 40 Jubilare ihre Auszeichnung.

Immer wieder dabei

Es ist eine beachtliche Liste an Menschen, die sich immer wieder in Bayreuth einfinden, um hier mitzuwirken. So ist der musikalische Assistent Miles Clery-Fox schon zum zehnten Mal in Bayreuth tätig, genau wie Chorassistent Philip White. Der 1. Tenor Uwe Glöckner ist sogar seit 20 Jahren im Ensemble, so auch der Fagottspieler Mathias Baier, die Harfinistin Birgit Gieschke, der Trompeter Thomas Forstner oder der Oberbeleuchter Pavel Kremlik. Sie und all die anderen, die seit 20 Jahren in Bayreuth mitwirken, erhalten einen großen kolorierten Stahlstich "Alt Bayreuth". Eine besondere Ehrung wird in diesem Jahr aber Janusz Zis zuteil, der im Festspielorchester die 2. Geige spielt. Er erhält für 30 Jahre Wagner-Festspiele die "Richard Wagner" Medaille.

Für fünf Jahre gibts ein Halbliter-Eichala

"Walküre" bei den Bayreuther Festspielen 2013 | Bild: Bayreuther Festspiele/Enrico Nawrath zum Thema Bayreuther Festspiele 2013 Bayreuths neuer "Ring"

Mit "Tannhäuser" gingen am 28. August 2013 die 102. Richard-Wagner-Festspiele zu Ende. Im Fokus aber stand heuer natürlich der neue "Ring", den Frank Castorf für die Jubiläumsfestspiele geschmiedet hat. Doch seine Version von Richard Wagners Nibelungen-Sage stieß bei Publikum und Kritikern nicht auf allzu große Akzeptanz. [mehr]

Auch vier Solistinnen dürfen sich in diesem Jahr über ein Eichala, den Zinnkrug zum Fünfjährigen, freuen: Die Sopranistin Anja Kampe, die 2002 als Freia im "Rheingold" debütierte, danach immer wieder aussetzte und nun 2013 zum fünften Mal an den Festspielen teilnimmt. In dieser Saison ist sie als Siglinde zu hören. Seit 2009 ist die Sopranistin Christiane Kohl mit von der Partie. Seither wurde sie jedes Jahr in Bayreuth engagiert. Aktuell singt sie die Helmwige in der "Walküre" und die 3. Norn in der "Götterdämmerung". Geehrt wird auch Christa Mayer. Die Alt-Sängerin hatte 2008 ihr erstes Bayreuther Engagement und singt seit 2012 die Mary im "Fliegenden Holländer". Die Mezzosopranistin Alexandra Petersamer debütierte 2006 als Rossweise in der "Walküre". Diese Rolle übernahm sie auch 2007, 2009, 2010 und in der aktuellen "Ring"-Inszenierung.

Eichala

Wer seit fünf Jahren seinen Sommer bei den Bayreuther Festspielen verbringt und bei einer der Inszenierungen mitwirkt, bekommt ein Halbliter-Eichala. Das ist ein spezieller Krug, der in Bayreuths einziger Zinngießerei hergestellt wird. Der Krug wird in einem Stück gegossen. Unverkennbares Kennzeichen des Zinnkruges: der Firmenstempel am Boden. Auch wenn der Krug als Motiv eine Eichel trägt, so ist die gar nicht namensgebend. Vielmehr kommt der Name des Kruges daher, dass das Eichala der erste geeichte Krug war, der bereits zur Markgrafenzeit im Einsatz war.


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