Oberfranken

Versteigerung Bahnhof Eggolsheim bringt 36.000 Euro

In Berlin wurden am Freitag 50 Bahnhöfe aus ganz Deutschland versteigert. Unter den sieben bayerischen stehen allein fünf in Oberfranken. Eggolsheim wollte seinen Bahnhof selbst kaufen. Versteigert wurde er für 36.000 Euro.

Stand: 08.12.2012

Bisher ist noch nicht für alle sieben bayerischen Objekte bekannt, wer welchen Bahnhof gekauft hat. Beim Berliner Auktionshaus Karhausen kamen aber für die Bahnhöfe viele Euros zusammen. So erzielte Ludwigsstadt (Lkr. Kronach) 12.200 Euro, Kronach-Neuses 4.200 Euro, Stockheim (Lkr. Kronach) 10.500 Euro, Eggolsheim (Lkr. Forchheim) 36.000 Euro und Hochstadt-Marktzeuln (Lkr. Lichtenfels) 16.000. Der bisherige Eigentümer, der Investor Main Asset Management aus England, wollte die Bahnhöfe loswerden.

Bahnhof im Kronacher Ortsteil Neuses für nur 4.200 Euro verkauft

Den niedrigsten Preis bei der Auktion erzielte der Bahnhof im Kronacher Ortsteil Neuses. Gezahlt wurden 4.200 Euro, schon das Mindestgebot lag bei nur 1.000 Euro. Ein bisschen tiefer in die Tasche greifen mussten Interessenten, die sich in Hochstadt-Marktzeuln im Landkreis Lichtenfels einkaufen wollten: Der Bahnhof mit einem 1.000 Quadratmeter großen Grundstück kostete mindestens 15.000 Euro und brachte dann 16.000 Euro. Doch auch der teuerste fränkische Bahnhof, Eggolsheim für 36.000 Euro, war im Vergleich mit anderen Angeboten noch ein Schnäppchen. Bei einem Bahnhof bei Leipzig lag bereits das Mindestgebot bei 150.000 Euro.

Teuerster bayerischer Bahnhof steht am Fuß der Zugspitze

Aus bayerischer Sicht den höchsten Preis - 100.000 Euro - erzielte der Bahnhof in Griesen, einem Ortsteil von Garmisch-Partenkirchen in Oberbayern, unterhalb der Zugspitze. Für das Gebäude aus dem Jahr 1912 mit dem rund 1.500 Quadratmeter großen Grundstück lag das Mindestgebot bei 7.000 Euro. Insgesamt 34 Gebote wurden für die frühere Zollstation Deutschland-Österreich abgegeben. An dem Bahnhof halten weiterhin Züge, vor der Versteigerung wer er teilweise an die Deutsche Bahn vermietet.

Gebäude oft verkommen

Wer sich für die oberfränkischen Bahnhöfe interessierte, war in den meisten Fällen unklar. Anders in Eggolsheim im Landkreis Forchheim: Bürgermeister Claus Schwarzmann (Bürgerbund / Oberer Eggerbachbund) fuhr sogar persönlich zu der Auktion nach Berlin, um den Bahnhof seiner Gemeinde zu kaufen. "Für uns geht es weniger um das Gebäude selbst als um die dazugehörige Grundstücksfläche. Dort sind Zufahrten zu einem wichtigen Baugebiet", so Schwarzmann.

Katalog aller Bahnhöfe

Eine Aufstellung aller zu Verkauf stehenden Bahnhöfe finden sie unter folgendem Link


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1 Kommentare

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hajo, Dienstag, 11.Dezember, 10:32 Uhr

1. Bf Eggolsheim

für Eggolsheim ist es ja schön, dass die Gemeinde das Betriebsgebäude ersteigern konnte. Aus meiner Sicht allerdings macht die Bahn allgemein mit den Verkäufen einen großen Fehler: irgendwann braucht sie wieder Gelände und/oder Räumlichkeiten, und dann gibt es nichts mehr, alles in privater Hand und verbaut. Habe solche Probleme schon erlebt.

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