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Zentral-Landwirtschaftsfest in München Riesen-Bauernhof - nicht nur für Münchner Kinder

Mit dem Bayerischen Zentral-Landwirtschaftsfest hat sich wieder ein Teil der Münchner Theresienwiese zu Münchens größtem Bauernhof verwandelt. Am Montag waren 1.100 Vorschulkinder dorthin eingeladen.

Von: Julia Binder

Stand: 23.09.2016

Alle vier Jahre findet während des Oktoberfestes auf der Münchner Theresienwiese auch das Zentral-Landwirtschaftsfest statt. Unter dem diesjährigen Motto "Landwirt-schaf(f)t Heimat" möchte der Bauernstand die Bedeutung der Land- und Forstwirtschaft einem breiten Publikum nahebringen. Gut 650 Aussteller zeigen ihre Produkte.

Moderner Viehstall auf der Theresienwiese

Es ist ein hochtechnisierter Stall aus Holz. 20 Kühe sind dort während des Zentral-Landwirtschaftsfestes untergebracht. Der Stall zeichnet sich dadurch aus, dass er viele offene Wände hat und das Dach nicht ganz geschlossen ist. Die Rinder mögen das. Der Stall soll beispielhaft zeigen, wie Milchviehhaltung heute auf modernen Höfen funktioniert.

Das Besondere an diesem Stall

Die Tiere können sich selbst aussuchen, wann sie zum Melken gehen wollen. Sie können sich selbst das Futter holen, und zum Hinlegen gibt es Boxen.

Neben dem Kuhstall bietet das ZLF viele weitere Highlights. Rund 800 prämierte Tiere werden vorgestellt, außerdem gibt es ein Zelt, in dem Nutztiere präsentiert werden. Die Besucher kommen dort ganz nahe ran an Pferde, Schweine, Schafe, Ziegen, Kaninchen, Hühner, Puten, Bienen oder auch Fische.

"Es wäre wünschenswert, dass unsere Kinder die heimischen Tierrassen kennen und wie sich so ein Bauernhof zusammensetzt, dass man sich auch später noch erinnert, dass nicht alles aus großen Hallen kommt, wo die Kühe nicht mal ein Licht sehen. Das ist in Bayern anders."

Karl-Heinz Knoll, Präsident des Festrings

Dass die Landwirtschaft in Bayern anders ist, wollen die bayerischen Land- und Forstwirte auf dem Zentral-Landwirtschaftsfest in allen Facetten zeigen. Besucher können sich über die Fütterung von Tieren oder die Gülleausbringung informieren und können direkt mit den Bauern über Fleisch- und Milcherzeugung, Getreideanbau oder moderne Traktoren reden.

Was es sonst alles zu sehen gibt

Immer wieder ein Publikumsmagnet sind die Tiervorführungen im großen Ring mit Pferden und Gespannen. Für die Kinder eine Riesengaudi sind die Schlepper, in die sie hinaufsteigen dürfen. Beliebt ist auch die Schauküche in der Halle, wo die Landfrauen viele Köstlichkeiten zubereiten und wo man sich auch das eine oder andere Rezept verraten lassen kann. Kulinarische Schmankerl geboten werden heuer zum ersten Mal auch im großen Festzelt 'Tradition'. Sonst auf der Oidn Wiesn ist es heuer Teil des Zentral-Landwirtschaftsfestes und aufgebaut am 'Dorfplatz', in der Mitte des Geländes. Jeden Tag gibt es dort Livemusik und Auftritte von Trachtlern.

Eintritt

Es gilt das gleiche Sicherheitskonzept wie fürs Oktoberfest nebenan. Das bedeutet: Das Gelände ist komplett eingezäunt, Rucksäcke und größere Taschen sind verboten.

Der Eintritt zum 126. Zentral-Landwirtschaftsfest kostet 14,50 Euro für Erwachsene,  für Kinder gibt es Ermäßigungen, die Familienkarte kostet 29,50 Euro.


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