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Nach dem Tod zweier junger Frauen Wer ist schuld am Todes-Unfall von Rosenheim?

Wer war schuld an dem tödlichen Überholmanöver vor einem Jahr in Rosenheim, bei dem zwei junge Frauen vom Samerberg starben? Ein 23-Jähriger aus Kolbermoor steht vor Gericht. Er soll einen anderen Autofahrer, der ihn überholte, am Wiedereinscheren gehindert haben. Der prallte dann frontal in das Auto der jungen Frauen. Heute wird das Urteil erwartet.

Von: Dagmar Bohrer-Glas

Stand: 13.10.2017

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten fahrlässige Tötung vor. Der Kolbermoorer soll einen Autofahrer aus Ulm während eines Überholvorgangs auf einer Rosenheimer Umgehungsstraße am Wiedereinscheren gehindert haben. Vor Gericht hat der Beschuldigte das zurückgewiesen. Der Ulmer prallte mit seinem Wagen frontal in das Auto dreier junger Samerbergerinnen. Der Unfall im November 2016 forderte zwei Todesopfer, 15 und 21 Jahre alt.

Heute, am zweiten Verhandlungstag, sollen insgesamt fünf Zeugen und ein Gutachter gehört werden. Die Zeugen sollen darüber Aufschluss geben, wie das Fahrverhalten des Angeklagten vor dem Unfall war.

Urteil heute erwartet

Der Kolbermoorer gehört offenbar zu einer Gruppe junger Männer, die sich gerne mit Autos beschäftigt, mitunter auch tuned. Nach dem Unfall stand ein illegales Straßenrennen im Raum. Dafür gibt es aber bislang keine Belege.

Der Hauptangeklagte, der Autofahrer aus Ulm, konnte bislang aus gesundheitlichen Gründen nicht vor Gericht erscheinen. Auch er war bei dem Frontalzusammenstoß schwer verletzt worden. Der zweite Verhandlungstag gegen den 23-Jährigen aus Kolbermoor beginnt um 8.30 Uhr.


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