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Vergewaltigung Höhenkirchen-Siegertsbrunn Tatverdächtige stammen aus anderen Asylunterkünften

Nach der Vergewaltigung einer 16-Jährigen in Höhenkirchen-Siegertsbrunn hat die Polizei weitere Details zu den Tatverdächtigen bekannt gegeben. Demnach sollen die drei Männer nicht aus dem Heim in Höhenkirchen-Siegerstbrunn stammen.

Von: Henning Pfeifer

Stand: 18.09.2017

Vergitterte Fenster sind am 30.07.2015 in München (Bayern) an einem Gebäude der JVA Stadelheim zu sehen.  | Bild: picture-alliance/dpa

Nach Angaben der Polizei sind die drei afghanischen Asylbewerber, die am Freitag in Höhenkirchen-Siegertsbrunn eine 16-Jährige vergewaltigt haben sollen, 2014 beziehungsweise 2015 nach Deutschland gekommen. Der Sprecher betonte, dass die drei Männer nicht aus dem Heim in Höhenkirchen-Siegerstbrunn stammen, sondern aus drei anderen Unterkünften in Oberbayern. Die Zusammenarbeit zwischen der örtlichen Heimleitung und der Polizei sei „sehr sehr gut“, es gebe dort wenig Probleme und auch die Integration im Ort werde forciert, heißt es.

Zwei Beschuldigte im Alter von 17 und 27 Jahren kamen in Untersuchungshaft. Der 18-Jährige, der laut Polizei von einem Zeugen daran gehindert wurde, sich an dem Verbrechen zu beteiligen, wurde inzwischen freigelassen. Gleichwohl wird auch er sich vor Gericht verantworten müssen. Wie gemeldet, hatte sich die 16-Jährige zuvor mit einer größeren Gruppe vor der Asylbewerberunterkunft in Höhenkirchen-Siegertsbrunn aufgehalten.

Vergewaltigt in Bahnhofsnähe - Mann kam zu Hilfe

Kurz nach 20 Uhr habe sie sich mit den drei Afghanen auf den Weg zum S-Bahnhof gemacht, um gemeinsam nach München zu fahren. Wenige Hundert Meter vor dem Bahnhof wurde die Jugendliche vergewaltigt.

Offenbar geschah das Verbrechen inmitten eines Wohngebiets, so dass mehrere Zeugen die Polizei alarmierten und ein Mann dem Mädchen zu Hilfe kam.

Afghanen in Tatortnähe gestellt

Die drei Beschuldigten flüchteten, wurden aber noch in der Nähe des Tatorts gefasst. Bei der Großfahndung der Polizei wurde auch ein Hubschrauber eingesetzt. Das Opfer kam in eine Klinik und wurde am Abend der Mutter übergeben.


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