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Säugling totgeschüttelt Vater tötet sein Baby in München

Die Eltern des Säuglings, der am Montag wahrscheinlich wegen eines Schütteldramas gestorben ist, stammen laut Polizei aus geordneten, gutbürgerlichen Verhältnissen. Der Vater hat in einer Vernehmung gestanden, seine fünf Wochen alte Tochter am Sonntagnachmittag geschüttelt zu haben.

Von: Lena Deutsch

Stand: 26.10.2017

Blaulicht auf Polizeiauto | Bild: picture-alliance/dpa

Das fünf Wochen alte Baby, das am Montag gestorben ist, ist wahrscheinlich von seinem Vater zu Tode geschüttelt worden. Die Eltern des Säuglings stammen laut Polizei aus geordneten gutbürgerlichen Verhältnissen.

Vater gesteht Schütteln

Der Vater hat bereits gestanden, dass er seine kleine Tochter am Sonntagnachmittag geschüttelt hat. Die Mutter war währenddessen im Nebenzimmer. Als das Baby nicht mehr normal reagierte, haben beide laut Polizei beschlossen die Rettungskräfte zu holen. Nach Angaben der Polizei wusste die Mutter zu dem Zeitpunkt noch nicht, dass der Vater das Baby geschüttelt hatte.

Hirnschwellung nach Schütteltrauma

Unter laufenden Reanimationsmaßnahmen wurde der Säugling in eine Klinik gebracht. Doch alle Maßnahmen blieben ohne Erfolg - der Säugling starb Stunden später (am Montag gegen 4.00 Uhr). Aufgrund der ungeklärten Todesursache wurde am Dienstagnachmittag eine Obduktion durchgeführt. Die Experten fanden heraus, dass es wahrscheinlich aufgrund eines Schütteltraumas bei dem Säugling zu einer starken Hirnschwellung kam.

Haftbefehl wegen Mordes und Misshandlung

Der Vater wurde am Dienstagabend festgenommen und vernommen. Gegen den Mann wurde am Mittwoch Haftbefehl wegen Mordes in Tateinheit mit Misshandlung von Schutzbefohlenen erlassen. Der Mann ist der Polizei wegen Diebstahls bereits bekannt - der Fall liegt aber laut den Ermittlern sehr lange zurück. Beide Eltern leben in München, die Mutter ist knapp 30 Jahre alt, der Vater Mitte 30. Weitere Details will die Polizei nicht herausgeben, um die Eltern zu schützen. Beide seien sehr erschüttert und mitgenommen. Die Mutter musste laut Polizei psychologisch betreut werden.


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