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Demo am Flughafen München Angst vor Folgen von Ultrafeinstaub

Im Besucherpark des Flughafens München hat am Donnerstagabend eine viertägige Party zum 25. Jubiläum des Airports begonnen. Zur gleichen Zeit veranstaltete die Organisation "Plane Stupid" zwischen den beiden Terminals eine Demonstration und forderte regelmäßige Ultrafeinstaub-Messungen am Flughafen.

Von: Birgit Grundner

Stand: 19.05.2017

Demo am Flughafen München am 18.05.2017 | Bild: BR/Birgit Grundner

Die gut 50 Demonstranten zogen mit Atemmasken und Schutzanzügen durch das MAC-Forum - und mit einem Messgerät.

An einem Café vor dem Terminal 2 wurden zum Beispiel 45.000 ultrafeine Partikel pro Kubikzentimeter gemessen. An anderen Stellen hat das Gerät schon wiederholt über 100.000 angezeigt, 75.000 waren es im nahen Freising – 25 mal so viel wie in der Landluft.

Umland in der Abgaswolke

Das Umland lebe in der Abgaswolke des Flughafens, betonte Wolfgang Herrmann vom Freisinger Bürgerverein zur Vermeidung von Lärm- und Schadstoffbelastung. Dieser fordert, dass die Flughafenbetreiber das Thema Ultrafeinstaub nicht länger ignorieren und auf keinen Fall noch mehr Flugzeuge ins Erdinger Moos holen dürfen -  erst recht nicht mit einer dritten Startbahn.

Grenzwert fehlt bislang

Für Ultrafeinpartikel gibt es – anders als für Feinstaub  - derzeit noch keinen gesetzlichen Grenzwert. Dass die Flughafen München GmbH sie an ihren eigenen Messstationen nicht misst, erklärte die Umweltabteilung in der Vergangenheit aber auch damit, dass es noch keine wirklich geeigneten Geräte und Methoden gebe. Auch seien Punkte wie die Wirkung der Ultrafeinpartikel noch nicht ausreichend erforscht. Mediziner gehen davon aus, dass die besonders kleinen Partikel über die Lunge auch ins Blut und mit der Atemluft auch ins Gehirn gelangen können.


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Tobias Meier, Freitag, 19.Mai, 11:30 Uhr

11. Feinstaub ist gar nicht das Problem!

Ich gehöre zwar keiner Bürgerinitiative an, aber habe auf ebay günstig einen gebrauchten Geigerzähler erstehen können. Die Bedienungsanleitung und das Display waren zwar auf kyrillisch, aber es hat wie wild geklickert, als ich es bei einer Fahrt am Flughafen München entlang aus dem Fenster gehalten habe. Da sind bestimmt Grenzwerte gerissen worden, so dass ich mal vorsichtshalber hiermit die Einstellung des Flugbetriebs fordern möchte. Sicher ist sicher.

Karl Zoffwiz, Freitag, 19.Mai, 11:21 Uhr

10. Zum Besuch des Erich von Däniken-Fanclubs am MUC

Schön zu sehen, dass der Bus der 50 Berufsdemonstranten gleich für zwei Tage gemietet wurde, um unsere Verschwörungstheoretiker möglichst bequem von der Staatskanzlei zum Flughafen zu bringen. Mir war es leider nicht vergönnt, beizuwohnen, da ich, wie die meisten anderen Menschen auch, arbeiten muss und keine Millionenentschädigungen vom Flughafen München erhalten habe, die mir einen frühzeitigen Renteneintritt ermöglichen.

Diese Chemtrail-Fraktion macht sich nicht nur lächerlich und diskreditiert die seriöse Forschung zum Thema, sondern trägt mit dieser heißen Luft zur globalen Klimaerwärmung unnötig bei.

Thomas Höfer, Freitag, 19.Mai, 11:07 Uhr

9.

Wie möchte man etwas reduzieren, was man noch gar nicht valide messen kann? Es gibt keine zugelassenen Geräte, mit denen Ultrafeinstaub-Messungen im Freien möglich sind. Das verwendete Gerät P-Trak vom US-Hersteller TSI ist laut Herstellerangaben nur für Messungen im Innenbereich zugelassen. Es fehlen also nicht nur Geräte, Messmethoden, sondern auch wissenschaftlich bestimmte Grenzwerte, mit denen man in Zukunft vielleicht mögliche Messungen bewerten könnte. Aktuell werden an ersten Instituten Grundlagenforschungen betrieben. Sollte bei dem, was die Demonstranten gemessen haben, tatsächlich Nanopartikel dabei gewesen sein, kann niemand eine Bewertung vornehmen, ob jetzt 1.000, 10.000 oder 100.000 Partikel etc. gut oder schlecht wären.

Max, Freitag, 19.Mai, 11:05 Uhr

8. Messungen

"... An anderen Stellen hat das Gerät schon wiederholt ..."
Ist das immer noch das Messgerät, was nach technischen Daten des Herstellers eben tatsächlich NICHT Ultrafeinstäube (wirklich) messen kann?
Ich gehe davon aus.

Radler II, Freitag, 19.Mai, 11:03 Uhr

7.

Zu Kommentar 2: Sind Sie ein Troll? Oder sind Sie ein Befürworter von Abgasen?