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Abgelehnte Landesgartenschau Traunstein kommt um Schadensersatz herum

Nach der Ablehnung der Landesgartenschau 2022 in Traunstein durch einen Bürgerentscheid wurden jetzt die Kosten bekannt, die die Kreisstadt zu tragen hat: 750.000 Euro. Schadenersatz muss die Stadt nicht zahlen.

Von: Christine Haberlander

Stand: 12.05.2016

Schnee liegt am 28.03.2016 auf den Bergen hinter der Stadt. | Bild: picture-alliance/dpa, Angelika Warmuth

In den Kosten von 750.000 Euro enthalten ist auch der Kauf eines innerstädtischen Grundstücks, der sogenannten Salzmanninsel, für rund 570.000 Euro. Rund 100.000 Euro wurde in die Gründung der inzwischen wieder aufgelösten Betriebsgesellschaft investiert und 80.000 Euro für Werbung, Geschäftsführergehalt und ähnliches.

Sonderklausel saniert Stadtsäckel

Die Stadt Traunstein muss jedoch an die Gesellschaft zur Förderung der Bayerischen Landesgartenschauen keinen Schadenersatz bezahlen, weil es nun nicht zur Landesgartenschau kommt. Im Vertrag enthalten war auch eine Sondervereinbarung. Darin muss ein Schadenersatz erst ab einem bestimmten Zeitpunkt bezahlt werden. Insofern ist die Stadt rechtzeitig ausgestiegen.


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